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"Neue Weltordnung "Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?

»Neue Weltordnung« – Manfred Kleine-Hartlage

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ArtNr.: B2126063. Kategorien: , , .

Produktbeschreibung

Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?

Der Weg in die totalitäre Herrschaft

Wer die Globalisierung für ein unentrinnbares Schicksal hält, gilt als Realist, wer sie als Ergebnis zielgerichteter Politik zur Errichtung einer Neuen Weltordnung (NWO) auffasst, als »Verschwörungstheoretiker« – und dies ist heutzutage kein Kompliment, sondern ein Ausschlusskriterium.

Wären die globalen Eliten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft Teil einer Verschwörung: es wäre die geschwätzigste Verschwörung der Weltgeschichte. Denn jeder kann nachlesen, welche Pläne sie verfolgt und welcher Utopie sie anhängt. Das Publikum jedoch ist dazu erzogen worden, in denselben Begriffsschablonen zu denken wie die herrschenden Eliten selbst, und so erscheint als gegeben, was in Wahrheit politisch herbeigeführt, als alternativlos, was nur eine Möglichkeit unter mehreren ist: Man sieht Schicksalsmächte walten, wo durchaus benennbare menschliche Akteure am Werk sind.

Die in Errichtung befindliche Neue Weltordnung so zu nennen heißt: durch eine ideologiekritische Brille sehen. Genau dies tut der Berliner Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage im vorliegenden Essay: Er seziert die Begrifflichkeit der globalistischen Ideologie und Propaganda, in der nahezu jedes Wort das Gegenteil von dem bedeutet, was es zu bedeuten scheint; er deckt auf, welche Interessen damit bemäntelt werden; und er zeigt, dass und warum die Neue Weltordnung eine totalitäre Herrschaft neuen Typs ist.

Gebunden, 94 Seiten

Ergänzende Information:

1 Bewertung für »Neue Weltordnung« – Manfred Kleine-Hartlage

  1. Jan
    5 von 5

    :

    Rezension:

    Manfred Kleine-Hartlage beschäftigt sich in dieser Abhandlung mit der Frage, ob der mittlerweile bereits allgemein recht bekannt gewordene Begriff “Neue Weltordnung” ein bloßes Hirngespinst ist, erfunden und verbreitet von sogenannten Verschwörungstheoretikern, oder ob tatsächlich ein Plan existiert, der diese Bezeichnung verdient.

    Der Leser bekommt keine – angesichts des Themas wohl erwartete – Zusammenstellung der üblichen Verdächtigen. Hier bekommen Sie eine brillante politische Analyse, die so präzise auf den Punkt formuliert ist, daß jeder unvoreingenommene Leser problemlos folgen kann, auch wenn er sich bisher nie mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

    Der Autor beginnt seine Ausführungen mit der Feststellung, daß die “Neue Weltordnung” (NWO) keine Fiktion und keine Utopie mehr ist. Es handelt sich dabei vielmehr um eine bereits eingetretene, fortschreitende Veränderung der ursprünglichen weltpolitischen Situation völlig souveräner Nationalstaaten hin zu einer “Verrechtlichung” der internationalen Beziehungen durch Verträge, die den Nationen untereinander bestimmte Pflichten auferlegen und damit eine übernationale Ordnung bilden, die die Handlungsfreiheit der einzelnen Staaten entsprechend einschränkt.

    Als ein frühes Beispiel nennt der Autor die Haager Konferenzen von 1899 und 1907, in denen es um die Verpflichtung der Unterzeichnerstaaten zur Abrüstung und die Einführung einer internationalen Schiedsgerichtsbarkeit ging. Mit dem Eintritt der Amerikaner in den Ersten Weltkrieg wurden die auf diesen Konferenzen formulierten Ideen zu Kriegszielen der Alliierten erhoben und nach dem Krieg im Völkerbund institutionalisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus diesen Anfängen eine international verbindlichen Ethik, die hauptsächlich in Washington formuliert und dort als Rechtfertigung jeder außenpolitischen Handlung bis hin zur Kriegsführung diente, ein weltweit funktionierendes Gefüge aus Verträgen und Organisationen, die seitdem einen stetigen Zuwachs an Macht und Entscheidungsbefugnis auf Kosten der einzelnen Staaten verzeichnen. Beispielhaft sind hier die UNO, die NATO und die EU, aber auch der IWF und die Weltbank oder der Internationale Strafgerichtshof.

    Zitat: “Dabei ist die Verlagerung von Kompetenzen von den Nationalstaaten auf solche Organisationen ein Prozeß, der noch lange nicht an seinem Ende angekommen ist: Das im Entstehen begriffene globale Klimaregime ist der aktuell bedeutendste Schritt dazu, und es mehren sich die Anzeichen, daß die Nationalstaaten einem ganz ähnlichen >Menschenrechts< -Regime unterworfen werden sollen, wobei die >Menschenrechte< nicht zuletzt Teilhaberechte und Diskriminierungsverbote zugunsten von Migranten sind und immer dann ins Spiel gebracht werden, wenn es gilt, die Souveränität westlicher Staaten zu untergraben und ihre Völker an der Verfolgung ihrer eigenen Interessen zu hindern.”

    Dabei nennt der Autor zwei wichtige Punkte zum Verständnis internationaler Verträge: Erstens steht internationales vor nationalem Recht und ist damit nicht zu umgehen, zweitens kommen multilaterale internationale Verträge meist für den Bürger unbemerkt zustande. Die Öffentlichkeiten werden nur “kryptisch” und unzulänglich informiert, eine Möglichkeit demokratischer Einflußnahme existiert nicht.

    Die so fortschreitende sogenannte Globalisierung wird dabei von der politischen Klasse als “unumgänglich” und “alternativlos” bezeichnet, wobei diese Einschätzung nahezu theologisch selbstverständlich vorgenommen wird, ohne die Notwenigkeit einer tieferen Begründung.

    Zitat: “Der Liberalismus oder der Neoliberalismus, in deren Namen dieser Prozeß vorangetrieben wird, sind ja nicht nur geistesgeschichtlich, sondern auch strukturell mit dem Marxismus verwandt. Hier wie dort wird die Auflösung überkommener solidaritätsstiftender Strukturen – Volk, Familie, Religion, – als Akt der Emanzipation und als Voraussetzung eines die ganze Menschheit beglückenden Utopia gefeiert.”

    Wenn Angela Merkel in einer öffentlichen Rede davon spricht, “Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben, koste es, was es wolle,” dann geht es offensichtlich nicht mehr um das Wohl des eigenen Volkes. Als Begründung gilt dann die Devise, es stünden Probleme zur Lösung an, die nur global gelöst werden können. Ein Beispiel ist hier die Doktrin vom menschengemachten Klimawandel, zu dessen Vermeidung sich die Staaten zu bestimmten Handlungen “global verpflichten” müßten. Auch ein weltweiter immerwährender Friede sei nur durch eine “globale Ordnung” möglich.

    Zitat: “Die >friedliche Welt< , das >friedliche Zusammenleben< – damit macht man jeden Kritiker mundtot. Wer will sich schon nachsagen lassen, er sei gegen den Frieden? Da fragt keiner mehr nach dem Preis, der für diese Art >Frieden< zu entrichten ist.”

    “Die auf diesem Axiom basierende Politik, den Krieg buchstäblich unmöglich zu machen (ausgenommen selbstverständlich, für den Garanten dieser Ordnung, Amerika, früher Großbritannien, nebst ihren Verbündeten), wird tatsächlich seit 1899 betrieben.”

    Die Weigerung Deutschlands, sich auf den Haager Konferenzen dem zu unterwerfen, könnte der Grund für die Feindschaft der Angelsachen und die Beseitigung Deutschlands als souveräner Nationalstaat durch zwei Weltkriege gewesen sein.

    Ein gutes Beispiel für das Wirken der globalistischen Neuen Weltordnung ist das Rom-Statut und der darauf basierende Internationale Gerichtshof. Wer eines Verbrechens anzuklagen ist, entscheidet der UN-Weltsicherheitsrat, betroffen können dabei allerdings auch – wie im Fall Gaddafi – Nichtunterzeichnerstaaten sein. Das bedeutet, die Staaten des Weltsicherheitsrates üben das selbstgegebene Recht aus, über souveräne Staaten und deren Regierungen Recht zu sprechen, haben aber die Möglichkeit eines Vetos, wenn dieser Mechanismus sich gegen sie selbst zu wenden droht. Damit existiert also eine diktatorische Weltordnung, in der einige wenige Staaten große Macht über die Mehrzahl der übrigen Staaten ausüben. Das Zauberwort >Menschenrechte< , das hierfür bemüht wird, ist, wie der >Frieden< eines der Totschlagsdogmen, die jeden Kritiker in schlechtes Licht rücken.

    Um die einzelnen, ehemals souveränen Staaten dieser Welt an ein übernationales System zu binden und in ihrem Wirken und Werden gegen jedes Eigeninteresse nach den Interessen der USA auszurichten, die als imperialistische Macht hinter diesem, “Globalisierung” genannten Weltreich stehen, bedarf es vor allem auch der inneren Zersetzung der Staaten und Völker. Jede solidaritätsstiftende Gemeinschaft, angefangen mit der Familie, bis hin zu Religion und Nation, muß verschwinden und durch “Werte” ersetzt werden (Gleichberechtigung, Toleranz, Antirassismus etc.), die dem Menschen in ernsten Zeiten keinerlei Halt geben können. Die Menschen sollen zu bindungslosen Einzelindividuen werden, die mit dem täglichen kapitalistischen Existenzkampf – den Verlust der eigenen wirtschaftlichen Existenz stets vor Augen – so weit ausgelastet sind, daß sie für eine Auflehnung gegen das System oder nur für dessen Hinterfragung keine Zeit haben.

    Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Marxismus, Liberalismus und Kapitalismus Hand in Hand: Der Marxismus beseitigt störende soziale Strukturen durch eine allgegenwärtige Gleichheitsideologie, der Liberalismus räumt dem Kapitalismus den Weg zu ungehemmter Entfaltung frei, und der Kreis schließt sich angesichts der Tatsache, daß die westliche parlamentarische Demokratie eine reine Plutokratie (Geldherrschaft) ist, und damit Teil des Kapitalismus.

    Der ideologischen Bearbeitung der Öffentlichkeit wird auch ein Kapitel gewidmet “Die Globalisierung von Geschichtsbildern”. Um die gewünschte homogene Weltsicht zu schaffen, frei von evtl. Unwägbarkeiten und Gegenströmungen, muß der Staat die Deutungshoheit über die Geschichte besitzen. Nach den Gesetzen der Salamitaktik ist auch dies durchsetzbar: Sorgte das gesetzliche Verbot der Holocaustleugnung bei seiner Einführung Mitte der Achtzigerjahre noch für Aufregung angesichts der Unmöglichkeit der staatlichen Meinungsregulierung in einer offenen Demokratie, findet dies heute bereits allgemeine Zustimmung.
    Zitat: “So konnte erst vor kurzem in Deutschland gefordert werden, die Leugnung von Stasi-Verbrechen zu verbieten; und das nicht, weil es öffentlichen Bedarf an einer solchen Regelung gäbe. Nein, es hat sich offenkundig ein totalitäres Rechtsverständnis verbreitet, wonach es ein legitimes Staatsziel sei, >staatsbürgerliche< Konformität mit einem bestimmten Geschichtsbild zu erzwingen: ein Rechtsverständnis, das nur deshalb mit Akzeptanz rechnen kann, weil der Präzedenzfall des §130 Abs. 3 StGB eine gewissermaßen volkspädagogische Wirkung gezeitigt und die Bürger dazu konditioniert hat, ihre eigene politische Entmündigung zu tolerieren.”

    Eine bestimmte Geschichtsdeutung ist dabei Staatsräson:
    “Wenn die Bundeskanzlerin etwa, wie am 11.November 2009 geschehen, in Paris unter dem Triumphbogen den Waffenstillstand von 1918, also die Niederlage des eigenen Landes im Ersten Weltkrieg feiert, dann wird damit eine bestimmte Ideologie verbreitet, wonach Deutschland bereits vor Hitler stets im Unrecht gewesen sei.”

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