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„Die Massenmedien sind eine Art Sprachrohr zum Bewusstsein der Bevölkerung,

liegt dieses mächtige Instrument in den falschen Händen, kann es mehr Schaden anrichten als alle verfügbaren Atomwaffen zusammen.

Die einflussreichen Nachrichten- und Presseagenturen wohnen im Anus der Hochfinanz.“ Christian Faltermeier

MedienManipulation // Pressebordelle // Propaganda

Programmierung durch Massenmedien

Massenmanipulation

Inhaltsverzeichnis

  • Elitäre Denker
  • Wem gehören die Medien
  • Standardisierung menschlicher Gedanken
  • Manipulationstechniken
  • Unterschweillige Botschaften
  • Desensibilisierung
  • Okkulte Symbole in der Popkultur
  • Filme
  • Bücher

Die Massenmedien sind das wichtigste Werkzeug der herrschenden Elite um die Massen zu manipulieren. Sie formen Meinungen und Einstellungen und definieren was in unserer Gesellschaft als „normal“ gilt. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Arbeit der Massenmedien im Hinblick auf die Theorien großer Denker, ihrer Machtstruktur und welche Manipulationstechniken angewendet werden.

- Programmierung durch Massenmedien -

Massenmedien sind konzipiert worden, um eine höchstmögliche Zahl von Menschen zu erreichen. Zu Massenmedien zähen das Fernsehen, Radio, Zeitungen, Magazine, Bücher, Musik CDs, Filme, Video- Spiele und das Internet. Viele Studien sind im letzten Jahrhundert durchgeführt worden, die die Wirkung von Massenmedien auf die Bevölkerung untersucht haben, um bestmögliche Techniken zur Beeinflussung derselben herauszufinden. Aus diesen Studien enstand die Kommunikationswissenschaft, die in den Feldern Marketing, PR und Politik Anwendung findet.

1958 zeichnete der Autor Aldous Huxley (Brave New World) ein düsteres Bild der Gesellschaft. Er glaubte, dass die Gesellschaft von einer „unpersönlichen Macht“ kontrolliert wird, einer herrschenden Elite, welche die Bevölkerung mit unterschiedlichen Methoden manipuliert.


„Mittlerweile scheinen unpersönliche Kräfte, über welche wir fast keine Gewalt haben, uns dem Nachtmahr der Schönen neuen Welt entgegenzutreiben; und dieses unpersönliche Vorantreiben wird bewusst beschleunigt durch Repräsentanten kommerzieller und politischer Organisationen, welche eine Anzahl neuer Techniken dafür erfunden haben, die Gedanken und Gefühle der Massen zum Vorteil einer beliebigen Minderheit zu manipulieren.“
- Aldous Huxley, Wiedersehen mit der schönen neuen Welt, Seite 12, Serie Pieper 1987

Sein trostloser Ausblick ist nicht nur eine simple Hypothese oder gar eine paranoide Wahnvorstellung. Es ist ein dokumentierter Fakt, der in den weltweit wichtigsten Studien zu Massenmedien präsentiert wird. Hier eine kleine Auswahl:

- Elitäre Denker -

Walter_LippmannWalter Lippmann, ein amerikanischer Intellektueller, Autor und zweifacher Gewinner des Pulitzer Preises, erstellte eine der ersten Arbeiten, die sich speziell dem Thema „Massenmedien“ widmete. Lippman verglich die Masse mit einem „großen Biest“ und einer „wilden Herde“, die eine Führung durch eine herrschende Klasse bräuchte. Er beschrieb die regierende Elite als eine „spezielle Klasse, deren Interessen weit über Lokales hinausgehen“. Diese Klasse ist zusammengesetzt aus Experten, Spezialisten und Bürokraten. Laut Lippmann sind es diese Experten, die den Hauptfehler der Demokratie beheben sollen: Das unmögliche Ideal des omnikompetenten Bürgers. Die „wilde Herde“ hat die Funktion des „interessierten Zuschauers“ und keine wirkliche Beteiligung an den von der Elite durchgeführten Handlungen. Aktive Beteiligung ist die Pflicht des „verantwortungsbewussten Mannes“, mit dem selbstverständlich nicht der einfache Bürger gemeint ist.

Massenmedien und Propaganda sind demnach Werkzeuge der Elite, um die Öffentlichkeit ohne physischen Zwang zu regieren. Ein wichtiges Konzept Lippmanns ist die Fabrikation von gesellschaftlichen Konsens, die- kurz ausgedrückt- die Manipulation der öffentlichen Meinung zu Gunsten der Agenda der Elite meint. Lippmann glaubte, dass die Masse nicht qualifiziert sei vernünftig zu denken und über wichtige Dinge zu entscheiden. Entscheidungen werden von der Elite getroffen und danach dem Volk durch die Massenmedien verkauft.

Dass die Fabrizierung von Konsens noch stark verfeinert werden kann, wird niemand verleugnen. Der Prozess, durch den die öffentliche Meinungen entstehen, ist sicherlich weniger kompliziert als es auf diesen Seiten erschienen ist, und die Möglichkeiten für Manipulationen für jeden der den Prozess versteht deutlich genug….Als ein Ergebnis psychologischer Untersuchungen, verbunden mit den Bedeutungen der modernen Kommunikation, hat die Demokratie eine neue Stufe erreicht. Eine Revolution findet statt, die letztlich wichtiger ist, als jede Verschiebung wirtschaftlicher Macht….Durch den Einfluss von Propaganda sind die alten Konstanten unsers Denkens Variablen geworden. Zum Beispiel ist es nicht mehr möglich in das ursprüngliche Dogma der Demokratie zu glauben; dass dieses Wissen für die Verwaltung menschlicher Angelegenheiten notwendig ist, erkennen wir in unserem Herzen.(…)“

Eine interessante Randnotiz ist sicherlich, dass Lippmann einer der Gründerväter des „Council on Foreign Relations“ war, einer der einflussreichsten „Think Tanks“ weltweit. Das gibt einen kleinen Einblick darauf, wie die Elite über die Benutzung der Massenmedien denkt.

„Politische und wirtschaftliche Macht in den Vereinigten Staaten liegt in den Händen einer herrschenden Elite, denen die meisten US-amerikanischen multinationalen Unternehmen, wichtige Kommunikationsmedien, die einflussreichsten Stiftungen, Universitäten und die meisten öffentlichen Versorgungsunternehmen gehören. Der 1921 gegründete „Council on Foreign Relations“ ist die Schlüsselverbindung von Großkonzernen und der Regierung. Die Gründung der Vereinten Nationen war ein Projekt des CFRs, sowie die des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank.“ –Steve Jacobson „Mind Control in the USA“

Einige bekannte aktuelle Mitglieder des CFRs sind David Rockefeller, Dick Cheney, Barrack Obama, der berühmte Pastor Rick Warren, sowie die Vorstände von Großunternehmen wie Nike, Coca Cola, CBS und Visa.

-Carl Jung -

carljung-e1272771286548Carl Jung ist der Begründer der analytischen Psychologie (bekannt als „Jungian Psychology“). Er war ein begeisterter Freimaurer (Großmeister) und hatte großes Interesse an der östlichen und westlichen Philosophie, Alchemie, Astrologie und Symbolik. Sein wichtigstes (und oft missverstandenes) Konzept ist das „kollektive Unterbewusstsein“.

„Meine These ist folgende: Zusätzlich zu unserem unmittelbaren Bewußtsein, das von einer durchaus persönlicher Natur ist und von denen wir glauben, das es die einzige empirische Psyche ist, existiert ein zweites psychisches System, welches kollektiver, universaler und unpersönlicher Natur ist und in allen Individuen enthalten ist. Dieses kollektive Unterbewusstsein wird nicht individuell ausgeprägt, sondern ist vererbt. Es besteht aus präexistenten Formen, Archetypen, die nur sekundär bewusst werden können und die bestimmten psychischen Inhalten die endgültige Form zu geben.“

Das kollektive Unbewusste gibt sich durch die Existenz von ähnlichen Symbolen und mythologischen Figuren in verschiedenen Kulturen zu erkennen. Archetypische Symbole scheinen in unserem kollektiven Unterbewusstsein verankert, und wenn sie benutzt werden, üben sie auf uns große Anziehungskraft und Faszination aus. Okkulte Symbole können daher üben einen großen Einfluss auf die Menschen haben, auch wenn sich viele Individuen nicht ihrer esoterischen Bedeutung bewusst sind. Massenmedien- Denker Edward Bernays sah in diesem Konzept eine großartige Möglichkeit, die Öffentlichkeit auf der Ebene des persönlichen Bewusstseins und des kollektiven Unterbewusstseins zu manipulieren.

- Edward Bernays -

Edward_BernaysEdward Bernays wird als Vater der PR bezeichnet und benutze Konzepte seines Onkels Siegmund Freuds, um die Massen durch die Macht des Unterbewusstseins zu lenken. Er teilte Walter Lippmanns Ansicht zur breiten Bevölkerung und bezeichnete sie als irrational und mit einem „Herdeninstinkt“ ausgestattet. Seiner Meinung nach müssten die Massen ohne ihr Wissen von einer Art „unsichtbaren Regierung“ geleitet werden.

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

– Edward L. Bernays, „Propaganda“, 1928, 1. Kapitel

Bernays Ideen änderten die amerikanische Gesellschaft deutlich. Im Grunde legte er mit seinen Marketing Kampagnen die Grundsteine der „Konsumgesellschaft“, in der Menschen anfingen Dinge zu kaufen, die sie nicht wirklich brauchten. Sein „Meisterwerk“ war es durch eine geschickte Marketing- Kampagne das vorher bei Frauen verpönte Zigarettenrauchen als ein Symbol der Freiheit und Emanzipation darzustellen und dadurch für die Tabakkonzerne auch diese Zielgruppe zu erschließen. Aus diesem Grund wurde er vom Life- Magazin in die Top 100 der einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts gewählt.

- Harold Lasswell -

lasswell1Zwischen 1939 und 1940 war die Universität Chicago der Veranstalter einer Reihe von Seminaren zur Kommunikationswissenschaft. Diese Think Tanks wurden von der Rockefeller Stiftung gegründet. Beteiligt waren die damaligen prominentesten Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Einer von ihnen war Harold Lasswell, ein führender Politikwissenschaftler und Kommunikationstheoretiker, spezialisiert auf die Analyse von Propaganda. Auch er war der Meinung, dass eine Demokratie nur funktionieren könne, wenn eine Elite das Denken des Volkes beeinflusst.

In seiner „Encyclopaedia of the Social Sciences“ erklärt Laswell, dass die Eliten bei fehlendem Gehorsam der Massen auf eine neue Technik der Kontrolle, nämlich der der Propaganda zurückgreifen müssten. Auch er rechtfertigte sich konventionell: „Ignoranz und Dummheit der Massen und nicht demokratische Dogmatiken zeigen, was wirklich am besten für sie ist.“

Lasswell beschäftigte sich intensiv mit „Inhalts- Analysen“, um die Effektivität verschiedener Arten von Propaganda zu erforschen. In seinem Essay „Contents of Communication“ erläuterte er, dass wenn man die Bedeutung einer Nachricht verstehen wollte, man die Häufigkeit in der bestimmte Symbole in der Nachricht erscheinen, die Richtung in welche diese Symbole die Zuschauer lenken sollten und die Intensität, mit der die Symbole genutzt werden, berücksichtigen sollte.

Lasswell war berühmt für sein Kommunikationsmodell „Wer (sagt) Was(zu) Wem (in) Welchem Kanal(mit) Welchem Effekt“

Dieses Modell besagt also, dass eine korrekte Medienanalyse folgendes berücksichtigen muss: Wer ist der Produzent, wer ist die Zielgruppe und was sind die gewünschten Effekte auf die Zielgruppe.

Ein Rihanna- Musikvideo als Beispiel: Wer ist der Produzent? Vivendi Universal. Was? Pop Künstlerin Rihanna. Zu Wem? Konsumenten im Alter zwischen 9 und 25 Jahren. Welcher Kanal? Musik Video. Welcher Effekt ist gewünscht? Das Verkaufen der Künstlerin, ihres Songs, die Festlegung ihres Images und die Verbreitung ihrer „Botschaft“.

Die Analyse von Videos und Filmen auf vigilantcitizen.com legt großen Wert auf die Frage, wer hinter den Botschaften, die der breiten Masse durch sie mitgeteilt werden, steht. Der Begriff „Illuminati“ wird oft benutzt, um eine geheime Gruppe zu beschreiben, die von der Öffentlichkeit unbemerkt die Massen regiert. Auch wenn der Begriff karikaturhaft und verschwörungstheoretisch anmutet, beschreibt er doch treffend die Nähe der Elite zu Geheimgesellschaften und okkultem Wissen. Wie dem auch sei, ich persönlich mag es nicht den Begriff „Verschwörungstheorie“ zu benutzen, um zu beschreiben was in den Massenmedien geschieht. Wenn alle Fakten hinsichtlich der elitären Natur dieser Industrie für die Öffentlichkeit verfügbar sind, kann man es dann noch als „Verschwörungstheorie“ abtun?

- Wem gehören die Medien (in den USA) -

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Wie der obige Graph zeigt, ist die Anzahl der Konzerne, die Medien besitzen, in den letzten 20 Jahren von ursprünglich 50 auf heute lediglich Fünf geschrumpft.

aol-time-warner„Eine Liste der Unternehmen die der AOL Konzern kontrolliert, würde ungefähr 10 getippten Seiten entsprechen, insgesamt sind es 292. Von denen sind wiederum 22 „Joint Ventures“ mit anderen Großkonzernen, die ebenfalls zu einem gewissen Grade im Mediengeschäft tätig sind. Zu diesen Partnern gehören 3Com, eBay, Hewlett Packard, Citigroup, Ticketmaster, American Express, Homestore, Sony, Viva, Bertelsmann, Polygram und Amazon.com. Einige bekannte Firmen unter der vollen Kontrolle von Time Warner sind HBO, CNN, Warner Brothers, Weight Watchers und 52 verschieden Plattenfirmen.“

– Ben Bagdikan, The New Media Monopoly

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Viacom gehört:

  • CBS, MTV, MTV2, UPN, VH1, Showtime, Nickolodeon, Comedy Central, TNN, CMT und BET
  • Paramount Pictures
  • Blockbuster Videos

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Disney gehört:

  • -ABC, Disney channel, ESPN, A&E, History Channel
  • Walt Disney Pictures, Touchstone Pictures, Hollywood Pictures, Miramax, Dimension und Buena Vista International

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Vivendi Universal gehört:

  • 27 % aller US Plattenverkäufe. Einige bekannte Plattenlabel sind: Interscope, Geffen, A&M, Island, Def Jam, MCA, Mercury, Motown und Universal
  • Universal Studios, Studio Canal, Polygram Films, Canal+
  • Zahlreiche Internet- und Mobilfunkanbieter

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Sony gehört:

  • Columbia Pictures, Screens Gems, Sony Pictures Classic
  • 15& aller US- Plattenverkäufe, Bekannte Labels sind: Columbia, Epic, Sony, Arista, Jive und RCA Records

Eine begrenzte Anzahl von Akteuren in der Kulturindustrie bedeutet eine begrenzte Menge von Ansichten und Ideen, die ihren Weg an die breite Öffentlichkeit finden. Es bedeutet auch, dass eine einzelne Nachricht leicht alle Formen von Medien erreichen kann, um Zustimmung zu generieren (Bsp: Es gibt Massenvernichtungswaffen im Irak.).

- Die Standardisierung menschlicher Gedanken -

Die Fusion der Medienunternehmen in den letzten Jahrzehnten erzeugte eine kleine Oligarchie von Medienkonzernen. Die TV Sendeungen die wir sehen, die Musik die wir hören, die Filme die wir im Kino schauen und die Zeitungen die wir lesen werden allesamt von nur FÜNF Konzernen produziert. Die Eigentümer dieser Konglomerate sind eng mit der Weltelite verbunden und in vielerlei Hinsicht sind sie die Elite. Durch den Besitz aller möglichen Medien, welche die breite Masse erreichen, haben sie die Macht in den Köpfen der Leute eine singuläre und in mancher Hinsicht „bindende“ Weltsicht zu kreieren, Eine Art „Standardisierung des menschlichen Denkens“.

Selbst Bewegungen oder Stilrichtungen, die als „Randerscheinungen“ bezeichnet werden sind in Wahrheit nur Erweiterungen des Mainstream-Denken. Massenmedien produzieren ihre eigenen „Rebellen“, die im Grunde aber ein Teil des Establishments sind und auch niemals Grundlegendes hinterfragen. Künstler, Werke und Ideen, die nicht zur Mainstream Denkweise passen werden von den Medien gnadenlos abgelehnt, sodass sie niemals gesellschaftlich relevant sind. Ideen, die für die Gesellschaft „wünschenswert“ erscheinen, werden geschickt vermarktet, um sie als Norm etablieren zu können.

Bereits 1928 erkannte Edward Bernays das Potential des Mediums „Film“ für die Standardisierung von Gedankengut:

„Der amerikanische Film ist der größte Träger unbewusster Propaganda in der Welt von heute. Es ist ein großer „Verteiler“ für Ideen und Meinungen. Der Film kann die Ideen und Gewohnheiten eines Volkes standardisieren. „

– Edward Bernays „Propaganda“

Diese Fakten wurden 1930 von Denkern der „Frankfurter Schule“ wie Theodor Adorno und Herbert Marcuse als Gefahr für die menschliche Freiheit bezeichnet. Sie identifizierten drei Hauptprobleme der Kultur- Industrie:

  • Sie reduziert den Menschen auf ein „Massenprodukt“, indem sie die Entwicklung von emanzipierten Individuen, die zu rationalen Entscheidungen fähig sind, verhindert.

  • Sie ersetzt das Streben nach Autonomie und Selbstbewusstsein durch die sichere Faulheit des Konformismus und Passivität

  • Sie befürwortet die Idee, dass sich der Mensch nach der Flucht aus der absurden und grausamen Welt in der wir leben sehnt und dies am besten dadurch erreicht, sich in einem passiven, hypnotischen Zustand zu versetzen, in welchen er sich verliert.

Das Wort „Flucht“ in Bezug auf Massenmedien macht im Zeitalter von Online Videospielen, 3D Filmen und Heimkinos sogar noch mehr Sinn als damals. Die Massen, nahezu konstant auf der Suche nach irgendeiner Formvon Unterhaltung, haben gelernt ihre Propaganda zu lieben; das sieht man daran, wie viel Geld sie für eben diese ausgeben. Propaganda ist längst nicht mehr das, was wir von Diktaturen her kennen, es ist inzwischen zum Synonym für „Entertainment“ geworden.

„In Bezug auf frühere Propaganda gab es für die frühen Verfechter von universeller Bildung und einer freien Presse zwei Möglichkeiten: Entweder könnte die Nachricht wahr oder falsch sein. Sie sahen nicht voraus was in unseren westlichen Demokratien faktisch geschehen ist- die Entwicklung einer Kulturindustrie, der es nicht um richtig oder falsch geht, sondern sich vielmehr mit unrealen und mehr oder weniger total irrelevanten Dingen beschäftigt. Sie haben nicht den fast unersätllichen Drang des Menschen nach Ablenkung berücksichtigt.“

- Aldous Huxley im Vorwort zu Brave New World

Ein einzelnes Medium hat oft keine längerfristigen Auswirkungen auf die menschliche Psyche. Massenmedien aber kreieren durch ihre Omnipräsenz eine Art „lebendige Umwelt“, die sich täglich entwickelt. Diese definiert die Norm und schließt Unerwünschtes aus. Genau wie Rennpferde Scheuklappen tragen, um nur das zu sehen was direkt vor ihrer Nase ist, kann die Masse auch nur das sehen, was sie sehen soll.

„Durch die Massenmedien kann Propaganda auf die gesamte Gesellschaft angewendet werden. Das Zusammenspiel von Presse, Radio und Fernsehen schafft eine fortwährende Umwelt, in welcher der Einfluss von Propaganda nahezu unbemerkt bleibt. Massenmedien sind die Verbindung zwischen den Individuen und der technologischen Gesellschaft.“

– Jaques Ellu

Einer der Gründe für den Erfolg von Massenmedien ist die fortgeschrittene Forschung in den Bereichen der Kognitiven Wissenschaften und der menschlichen Natur, die bei ihnen Anwendung finden.

- Manipulationstechniken -

soda-ads-021-e1272482531117Heutige Propaganda setzt so gut wie nie auf rationale und logische Argumente, vielmehr setzt sie direkt bei menschlichen Instinkten an, um eine emotionale und irrationale Wirkung zu erzielen. Wenn wir immer rational handeln würden, hätten wir wahrscheinlich nicht mal die Hälfte von dem gekauft, was wir heute besitzen. Babies und Kinder sind oft in Werbungen zu finden, die Frauen als Zielgruppe haben, weil Studien bewiesen haben, dass diese Bilder den natürlichen Mutterinstinkt hervorrufen und automatisch eine Sympathie für das beworbene Produkt erzeugen.

Sex ist allgegenwärtig in den Massenmedien, es erzeugt und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Es zielt direkt auf unseren Reproduktionstrieb ab, der sofort rationale Überlegungen überschattet.

- Unterschwellige Botschaften -

Was wäre wenn das oben beschriebene direkt das Unterbewusstsein des Menschen erreichen könnte, ohne dass er es wirklich bemerkt? Das ist das Ziel von unterschwelligen Botschaften.

Diese Technik wird oft angewendet und wir alle wissen ja „sex sells“:

Zwar behaupten einige Quellen, dass unterschwellige Werbung wirkungslos oder nur eine urbane Legende sei doch beweist die dokumentierte Nutzung dieser Technik in den Massenmedien, dass die Schöpfer an ihre Wirksamkeit glauben. Kürzliche Studien haben die Wirksamkeit, vor allem bei negativen Botschaften, bewiesen.

Ein bekanntes Beispiel für unterschwellige Botschaften in der Politik ist George Bushs Wahlwerbung gegen Al Gore im Jahr 2000.

Nachdem der Name Al Gore erwähnt wird, erscheint das Ende des Worte „bureaucrats“- „Rats“ für eine Sekunde auf dem Bildschirm.

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Die Entdeckung dieses Tricks führte dazu, den Spot aus dem Programm zu nehmen, obwohl kein Gesetz diese Art der Werbung verbietet.

In vielen meiner Artikel weise ich auf die unterschwelligen oder halb- unterschwelligen Botshaften in Filmen und Musikvideos hin.

- Desensibilisierung -

In der Vergangenheit haben große Veränderungen, die der Bevölkerung auferlegt wurden, meistens zu Protesten und auch Aufruhren geführt. Grund dafür war, dass die Veränderungen eindeutig von den Führungspositionen kamen und die Bevölkerung somit genau wusste, wer diese Veränderung wollte. Sie kam plötzlich und ihre Auswirkungen konnten klar erkannt werden. Heutzutage kommen Veränderungen schleichend und werden durch eine Desensibilisierung der Bevölkerung erreicht. Eine Agenda, die im Gegensatz zu den Interessen der Öffentlichkeit steht, wird durch schleichende immerwährende Wiederholung in der Welt der Filme (durch Einbeziehung in die Handlung), Musik Videos (die diese Agenda „cool“ und „hip“ erscheinen lassen) oder in den Nachrichten (die sie als Lösung für gegenwärtige Probleme preisen) der Öffentlichkeit schmackhaft gemacht. Nach einigen Jahren, in denen die Masse immer und immer wieder mit der speziellen Thematik konfrontiert wurde, präsentiert die Elite ihr Konzept der Welt, das nun mehr oder weniger auf Zustimmung stößt. Diese Technik hat ihre Ursprünge in der Psychotherapie:

„Die Techniken der Psychotherapie, weit verbreitet und akzeptiert als Mittel zur Heilung von psychischen Störungen, sind auch Methoden zur Kontrolle des Menschen. Sie können systematisch genutzt werden, um Einstellungen und Verhalten zu beeinflussen. Systematische Desensibilisierung ist eine Methode die verwendet wird, um Ängste aufzulösen damit der Patient (Öffentlichkeit) nicht mehr durch eine spezifische Angst, die Angst vor der Gewalt zum Beispiel beunruhigt ist. (…) Menschen passen sich beängstigenden Situationen gut an, wenn sie diese zuvor häufiger gesehen haben.“

- Steven Jacubson, Mind Control in the USA

Sogenanntes “Predective Programming“ findet sich häufiger in Filmen des SciFi- Genres. Diese zeichnen ein bestimmtes Bild der Zukunft, was oftmals dem von der Elite erwünschten Bild entspricht. Im Geiste des Betrachters formt sich dann die Feststellung, dass eine solche oder ähnliche Zukunft zwangsläufig der Fall sein wird. Im letzten Jahrzehnt wurde die Öffentlichkeit beispielsweise auf einen Krieg gegen die arabische Welt „eingestimmt“. Heutzutage wird die Bevölkerung Stück für Stück an die Thematiken „Mind Control“, Transhumanismus und einer „Illuminati“- Elite herangeführt. Genau das ist es, was die (Okkultistin) Alice Bailey als „Externalisierung der Hierachie“ beschreibt: Die geheimen Führer offenbaren sich langsam selbst.

- Okkulte Symbole in der Popkultur -

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Im Gegensatz zu den oben dargestellten Informationen, sind Informationen über okkulte Symbolik ziemlich schwer zu finden. Dies ist nicht weiter überraschend, da der Begriff „okkult“ „verborgen“ bedeutet oder „sichtbar für die Wissenden“. Es wird nicht in Schulen gelehrt und auch nicht in den Medien diskutiert. Daher gilt es als unwesentlich oder gar lächerlich in der allgemeinen Bevölkerung. In den okkulten Zirkeln sieht man das freilich anders. Es gibt eine lange Tradition des Lehrens von hermetischem und okkultem Wissen in Geheimgesellschaften, das seine Ursprünge im alten Ägypten und der östlichen Mystik hat und heute vor allem in der Freimaurerei gelehrt wird. Auch wenn dieses Wissen im Laufe der Jahrhunderte modifiziert wurde, so blieben doch die Hauptmerkmale der verschiedenen „Schulen“ die gleichen: Sie bedienen sich uralter Symbolik, haben gewisse Rituale und begründen ihr Schaffen mit hochgeradig metaphysischen Interpretationen der Welt. Diese Charakteristika, die eigentlich Teil jeder alten Kultur waren, wurden vollständig aus der Öffentlichkeit verbannt. An ihre Stelle trat der sogenannte „pragmatische Materialismus“. Deswegen existiert heute eine riesige Verständnislücke zwischen dem pragmatischen Durchschnittsmenschen und dem Ritualen folgendem Establishment.

„Wenn diese Doktrin der Öffentlichkeit immer verborgen war – für diese wurde ein einfacherer Code entwickelt- ist es nicht sehr wahrscheinlich dass die Vertreter der modernen Zivilisation in den Bereichen Philosophie, Ethik, Religion und Naturwissenschaft, die wahre Bedeutung der verschiedenen Theorien erkannten und auf welchem Fundament sie fußten. Bergen die Künste und Wissenschaften, die wir von unseren Ahnen geerbt haben ein Mysterium das so groß ist, dass es nur ein erleuchteter Intellekt zu fassen vermag? Dies ist ohne Zweifel der Fall.“

- Manly Hall „The Secret Teaching of All Ages“

Der “einfache Code” für die Massen war früher die organisierte Religion. Inzwischen ist es der „Tempel der Massenmedien“, der uns Materialismus und „Ich- Bezogenheit“ (Ego- Gesellschaft) predigt und uns spirituell verkümmern lässt. Das ist das exakte Gegenteil von den Eigenschaften eines wahren freien Individuums, wie es in fast allen großen philosophischen Schulen gelehrt wird. Ist eine verdummte Bevölkerung leichter zu manipulieren?

„Diesen blinden Sklaven wird erzählt, dass sie „frei“ seien und „hochgebildet“, auch wenn jeder einfache mittelalterliche Bauer schreiend vor ihren Symbolen weglaufen würde. Diese Symbole, die der moderne Mensch mit kindlicher Naivität akzeptiert könnte man mit einer Werbetafel vergleichen auf der steht: Dies ist dein Weg zu Tod und Versklavung- im Hinblick auf ihre ursprüngliche Bedeutung.“

-Michael Hoffmann, „Secret Societies and Psychological Warfare“

- Fazit -

Dieser Artikel hat sich mit den wichtigsten Denkern auf den Feldern der Massenmedien, der Machtstruktur der Medien und Manipulationstechniken beschäftigt. Lippmann, Bernays und Lasswell haben alle erklärt, dass die Öffentlichkeit nicht in der Lage ist, über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden, wie es die Demokratie vorsieht. Stattdessen verlangten sie nach einer „Kryptokratie“, einer verborgenen Regierung-einer herrschenden, für die „wilde Herde verantwortliche Klasse. Weil ihre Ideen fortwährend auf die Gesellschaft angewandt werden, ist es immer offensichtlicher, dass eine unwissende Bevölkerung nicht ein Hindernis ist, mit dem sich die Herrscher befassen müssen, sondern dieser Zustand für eine „gelungene“ Herrschaft absolut wünschenswert ist. Eine verdummte und unwissende Bevölkerung kennt ihre Rechte nicht, sucht nicht nach einem größeren Gesamtverständnis der Welt und hinterfragt keine Autoritäten. Sie folgt einfach nur dem neuesten Trend. Die Pop- Kultur fördert diese Verdummung durch ständiges Präsentieren von abstumpfender Unterhaltung und einer lächerliche Verehrung von irgendwelchen „Stars“, die die Aufmerksamkeit der Masse bekommen.

Viele Leute fragen mich: Kann man das irgendwie aufhalten? Ja, in der Tat. Kauft nicht mehr diesen Scheiß, sondern lest ein verdammtes Buch!

„Wenn eine Nation erwartet gleichzeitig ignorant und frei zu sein, erwartet sie etwas das niemals war und niemals sein wird“

– Thomas Jefferson

Dieser Text eine Übersetzung eines Artikels, der auf VigilantCitizen erschien. Er wurde von mir teilweise erweitert.

Methoden der Manipulation

Quelle und Dank an: Kontrollsysteme

Gekaufte Journalisten

Meinungsmacht

Propaganda

Analyse und Anleitung zur Neutralisierung des psychologischen Kriegsbegriffs

Verschwörungstheorie

Gesamtgesellschaftliche Zielwirkung des Begriffs

Stigmatisierung, Isolierung und Neutralisierung von Gegenmeinungen zu Behauptungen, die durch vermeintliche oder tatsächliche institutionelle oder gesellschaftliche Autoritäten und Mehrheiten aufgestellt bzw akzeptiert werden. Stigmatisierung, Ächtung oder Ausgrenzung derjenigen Personen, die solche vermeintlichen oder tatsächlichen Autoritäten und Mehrheiten und / oder ihre Behauptungen in Frage stellen. Niederschlagung von geistigen Strömungen, juristischen, parlamentarischen, journalistischen, polizeilichen, nachrichtendienstlichen oder militärischen Untersuchungen oder Ermittlungsergebnissen, die von diesen Autoritäten und Mehrheiten nicht erwünscht sind und deren Position gefährden könnten. Dienlich zur Kontrolle, Führung und / oder Neutralisierung jedweder gesellschaftlichen, politischen, parlamentarischen, informellen, militärischen, polizeilichen, nachrichtendienstlichen Opposition sowie von deren Repräsentanten und “Leuchttürmen”.

Inhaltliche Bedeutung und Wirkung auf die Nutzer

Reduktion aller Gedanken, Thesen, Vermutungen, Analysen hinsichtlich gesellschaftlicher, politischer, parlamentarischer, juristischer, journalistischer, militärischer, polizeilicher, nachrichtendienstlicher Vorgänge, Untersuchungen oder Ermittlungen, welche eine Form des Widerspruchs zur offiziellen Leitmeinung oder Darstellung der erwähnten Autoritäten beinhalten, auf die abweichende Theorie einer Verschwörung. Der Begriff impliziert somit, dass eine tatsächliche Abweichung von der offiziellen Leitmeinung oder Darstellung der Autoritäten eine Verschwörung beinhalten muss. Der Begriff “Verschwörungstheorie” überhöht damit den Begriff “Verschwörung” und mildert ihn nicht etwa ab, sondern eskaliert ihn. Er ist somit, im Gegensatz zur subjektiven Auffassung vieler seiner Nutzer, selbst Ausdruck paranoider Tendenzen und fördert diese.

Gleichzeitig bietet der Begriff allen Nutzern die bequeme Option, allen potentiell unangenehmen oder die eigene Stellung in Gesellschaft und Staat gefährdenden Gedanken und Überlegungen auszuweichen und sich diesen zu entziehen.

Subjektive Beispiele in Anwendung und Gebrauch

Beispiel 1:

Militärische Besatzungszone A, in Afrika oder Asien. Es ereignet sich morgens auf einem belebten Gebiet unter Einheimischen, ggf Angehörige einer bestimmten Ethnie oder Kirche, eine Explosion. Bereits Minuten später erscheint eine Meldung der Nachrichtenagentur X1 mit Sitz in einem der Staaten der militärischen Besatzungsmächte. Diese meldet unter Berufung auf Polizeikommandeur Y1 und Zeuge Y2, daß es sich um einen mit Sprengmitteln durchgeführten Selbstmord eines Einheimischen inmitten einer Menschenmenge von Einheimischen gehandelt habe. Der Einheimische sei einer anderen Religion / Ethnie zuzuordnen als die Getöteten, daher das Motiv. Da es nur vier weltweit relevante Nachrichtenagenturen gibt – Associated Press, United Press International, Reuters, Agence France-Presse – erscheint die Meldung vom blutigen “Selbstmordattentat” eines Einheimischen in der militärischen Besatzungszone nur Minuten nach dem Attentat in den großen Onlinen-Portalen derjenigen Staaten, deren Streitkräfte diese Besatzungszone kontrollieren. Eine polizeiliche, gerichtliche, militärische oder gar journalistische Untersuchung des Vorfalls hat zu diesem Zeitpunkt nicht stattgefunden. Sie wird auch nicht mehr stattfinden.

Jede Überlegung, es hätten z.B. Besatzungssoldaten, Söldner oder/und militärische verdeckte Einheiten schlicht Granaten, Sprengsätze oder Raketen gegen die Menschenmenge eingesetzt, um mit den Methoden der psychologischen Kriegführung durch den Einsatz brutaler Gewalt die “Zusammenarbeit und Passivität der lokalen Bevölkerung” mit den von den Besatzungsmächten eingesetzten Autoritäten zu gewährleisten – und nicht etwa mit jahrzehntelang vermeintlich unbesiegbaren Aufständischen ohne ortbares Hauptquartier, sich permanent magisch selbst finanzierenden und mit Kriegsmaterial der Besatzungsmächte bewaffnenden Einheiten ohne identifizierbare Kommandeure, die sich ausschließlich mit getarnten fliegenden Teppichen bewegen und nicht etwa mit den Chinook Helikoptern der Special Forces – ist nun eine Verschwörungstheorie.

Später stellt sich heraus, daß Polizeikommandeur Y1 und Zeuge Y2, welche die Nachrichtenagentur X1 für ihre Behauptungen heran gezogen hat, nie existiert haben. Sogar das reguläre Militärkommando der leitenden Besatzungsmacht bestätigt das.

Trotzdem bleibt die einmal akzeptierte Meinung bei fast allen Konsumenten von Informationsindustrie und Staatsmedien haften. Ein Einheimischer hat sich umgebracht und viele seiner Landsleute. Zum ersten Mal in der Geschichte ist es für alle Autoritäten und Mehrheiten in den Ländern der Besatzungsmächte völlig normal, daß sich Besetzte selbst massenweise töten. Die Besatzungsmacht trägt keine Verantwortung.

Und das war auch schon immer so. Seit Glausamel Killel in den 60er Jahren so grauenvolle Massaker im Vietnamanschlag anrichtete. Millionen Linke, Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten, Gewerkschaftler und Journalisten in den kriegführenden Ländern waren jeden Tag in Sorge um die eigene Gesundheit, wenn sie in die U-Bahn stiegen, Bus oder einfach in den Urlaub fuhren. Überall lauerten die geheimen Schlitzaugen von Glausamel Killel. Überall wollte diese Attentate in den kriegführenden Ländern begehen. Glausamel Killel war es auch, der die Bomben auf Nordvietnam warf. Das hatten sie in der “Bild” gelesen. Die lasen sie damals täglich und glaubten alles was darin stand. Deswegen unterstützen Millionen Linke, Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten, Gewerkschaftler und Journalisten die Militärs ihrer Länder und warnten davor, Glausamel Killel nutze den von seinen Attentaten geschürten Hass “um neue Terroristen zu rekrutieren” und “den Terror ins Land” zu holen.

Warum war das damals so? Weil es noch keine “Verschwörungstheorie” gab, aber Millionen Linke, Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten, Gewerkschaftler und Journalisten, die sich, ihr Gehirn und ihre Aufgabe ernst nahmen.

Beispiel 2:

Auf einem Kontinent befinden sich rund zwei Dutzend Staaten. Jeder einzelne dieser Staaten wird mehr oder weniger durch eine kleine radikale Minderheit kontrolliert und ausgeplündert. Jede einzelne etablierte Partei, Gewerkschaft oder politische Organisation in jedem einzelnen Staat arbeitet dieser Ausplünderung der Staaten und ihrer Bürger mehr oder weniger zu, entweder durch aktive Kollaboration oder passiv durch Streik / Handlungsverweigerung, Aussitzen und Nichtstun der eigenen Apparate. Alle leitenden Funktionäre und viele aus der mittleren Ebene dieser zumeist straff hierarchischen Organisationen ohne Konkurrenz, aber mit stetig schwindender Mitgliederzahl, bezeichnen sich als prokontinental und äußern die Überzeugung, diese durch sie mit ermöglichte Plünderung und einsetzende wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Zerstörung der Staaten müsse zwangsläufig und vernünftigerweise zu deren Auflösung und Verschmelzung führen.

Alle Personen, die von dieser Auffassung abweichen, werden durch die betreffenden Akteure dieses Prozesses als antikontinental bezeichnet. Alle Personen, die die Auffassung vertreten, daß dies alles kein Zufall ist, werden der “Verschwörungstheorie” verdächtigt.

Historische Vorbilder und Ursprünge

Man muss den Begriff “Verschwörungstheoretiker” nur mit “Ketzer” übersetzen, um zu wissen, in welcher Tradition dieser Begriff steht und die, die ihn benutzen. Letztlich geht es um den Vorwurf des Abfalls vom herrschenden Glauben, der bestimmt wird von den herrschenden Autoritäten und Mehrheiten. (Glaube ist diesbezüglich auch übersetzbar mit herrschender Lehrmeinung, Ideologie, etc.). Der Begriff ist somit, im Gegensatz zur subjektiven Auffassung vieler seiner Nutzer, selbst Ausdruck klerikaler und autoritärer Denkstrukturen, die auf Unterwerfung als psychologischem Grundmuster aufbauen. Er ist denunziatorisch, inquisitorisch. Er ist gegen den klassischen Skeptizismus gerichtet.

Entsprechend dem militärischen Muster der Tarnung im feindlichen Gebiet, oder dem trotzkistischen Prinzip des Entrismus (des Einsickerns in “Wirtskörper” und deren Steuerung von innen heraus), bezeichnen sich nun professionelle oder ideologische Nutzer dieses Kriegsbegriff oft selbst als “Skeptiker”, emanzipatorisch, links oder sozialistisch, ohne dies zu sein. Tatsächlich geht es ihnen um die Neutralisierung dieser Strömungen.

Anleitung für Gegenmaßnahmen persönlich Betroffener

Wichtig ist es, das Prinzip der Inquisition des Katholischen Klerus zu kennen. Dieser wertete jede Verteidigung als besten Beweis für die Schuld des Angeklagten, da dieser Verteidigung ja offensichtlich nötig habe.

Verteidigung gegen den Begriff “Verschwörungstheoretiker” ist völlig sinnlos. Relevant sind einzig und allein effektive Gegenmaßnahmen. Dabei ist es Sache der persönlichen Einschätzung, ob die Denunziatoren den Aufwand wert sind. Wer durch diesen Kampfbegriff entsprechend angegriffen, stigmatisiert oder ausgegrenzt werden soll, reagiert am Besten wie folgt:

– poche auf verfassungsmäßige, rechtsstaatliche, sowie demokratische Rechte und Standards. Ein Beispiel: mit der Forderung nach ganz normalen Gerichtsverhandlungen, auch und gerade bei Attentaten, bei denen Morde erfolgen. Diese bleiben Morde. Morde haben zu Ermittlungen, Beweissicherung, Festnahmen, Anklagen und entsprechenden Verfahren vor zivilen Gerichten zu führen, die wiederum nach dem rechtsstaatlichen Prinzip von Anklage, Verteidigung und richterlichem Urteil und getreu nach Buchstaben und Geist der Verfassung zu erfolgen haben. Erfolgt dies alles nicht, ist Rechtsstaat und Verfassung außer Kraft gesetzt. Das muss verhindert werden, auch in kriegführenden Ländern wie unserem.

– verfolge die Behauptungen durch selbst ernannte Ankläger und Inquisitoren bis zurück zu deren Quelle, auch und gerade wenn diese in Informationsindustrie und Staatsmedien zu finden sind. Sammele eventuell Beweise und Fakten und archiviere diese (auch hier persönliche Einschätzung treffen, ob der Aufwand es wert ist).

– entschuldige Dich nie für Dich, Deine ehrliche Meinung und Deinen guten Glauben an die Menschheit, wenn Du überzeugt bist keinem Menschen etwas Böses getan zu haben oder zu wollen.

– reagiere nie auf Druck. Gib niemals auch nur einen Millimeter nach. Dies wird Dir sofort als Schwäche ausgelegt. Die Nutzer des Begriffs agieren stets aus der vermeintlichen oder tatsächlichen Position des Stärkeren / Mehrheitlers. Sie sind Feiglinge. Zeig ihnen, daß Du anders bist, als sie sich das gedacht haben.

– lass Dich nicht beirren. Halte Deine Emotionen heraus. Immer auf nachprüfbare Fakten reagieren und diese in rationalen Denkprozessen berücksichtigen.

– Deine Ankläger agieren zum Teil zielgerichtet und völlig skrupellos, zu einem größeren Teil schlicht aus Behäbigkeit, Denkfaulheit oder Unwissen. Dem ersten, kleinen Teil geht es um´s Geschäft. Letzteren, den Mitläufern, geht es meist nur darum lästige Änderungen an alltäglichen (Denk)Gewohnheiten zu vermeiden. Unterscheide zwischen beiden Gruppen und reagiere entsprechend. Zum ersten, kleinen Teil Deiner Ankläger brich jeden Kontakt ab und reagiere nur ggf. mit legalen Gegenmaßnahmen. Gegenüber dem zweiten Teil sei vorsichtig.

Anleitung zur gesamtgesellschaftlichen Neutralisierung des Begriffs

Wir müssen annehmen, daß die Nutzer dieses Begriffs psychisch konditioniert wurden oder sich, meist aus Gründen simpler Bequemlichkeit, selbst entsprechend konditioniert haben. Es ist nun völlig sinnlos, sich an dieser Konditionierung oder den entsprechenden Nutzern abzuarbeiten oder gar diesen Begriff selbst gegen deren Nutzer zu verwenden, da dies ein unauflösbares Paradoxon beinhaltet und die entsprechende psychologische Schleife intakt lässt.

Vielmehr gilt es diesen psychologischen Kampfbegriff nicht (mehr) zu verwenden. Die Wörter Mutmaßung, Vermutung, These, Behauptung, Unterstellung, etc, pp, sollten im rationalen Sprachgebrauch völlig ausreichend sein. Intrigen, Affären, Absprachen, Verabredungen, Agenden, Pläne, Strategien, Taktiken, Seilschaften, Interessengruppen, Programme, Operationen oder schlicht Befehle hat es immer gegeben, seit es (moderne) Autoritäten gibt. Verschwörungen sind in diesem Komplex lediglich ein spezielles Phänomen. Die größte Macht, gerade auch in Deutschland, ist immer noch die Macht der Gewohnheit. Diese gilt es in Frage zu stellen und darauf zu achten, welche Gewohnheiten man selbst bildet, bewusst oder unbewusst.

Vergiss niemals: die wertvollste Ressource im 21. Jahrhundert ist die menschliche Aufmerksamkeit. Überlege Dir gut, wem Du sie schenkst. Und rechne immer damit, dass es im größten Interesse der Autoritäten jeder Gesellschaftsstruktur ist, Deine Aufmerksamkeit zu lenken und zu kontrollieren. Lass das nicht zu. Lass Dir keine Angst davor machen nachzudenken.

Dann hast Du schon gewonnen. Und wir alle mit Dir.

Quelle und Dank an: Daniel Neun – Radio Utopie

Nazitheoretiker

Eine Begriffsbestimmung von Andreas Popp

Als Nazitheorie bezeichnet man den Versuch, ein Ereignis durch zielgerichtetes, konspiratives Wirken von Nazis zu erklären. Ähnlich wie Verschwörungstheoretiker (vgl. http://www.wissensmanufaktur.net/vers…), die versuchen, bestimmte Ereignisse als Resultat von geheimen Absprachen mächtiger Gruppen zu erklären, vermuten Nazitheoretiker hinter bestimmten Ereignissen einen geheimen Nazieinfluss.

Nazitheoretiker bezeichnen Gesellschaftskritiker und Friedensaktivisten gerne als „Nazis“, „Rechte“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Dabei greifen sie oft zu Methoden der Manipulation, um den Betroffenen auf subtile oder direkte Weise Begriffe wie „neurechts“, „antisemitisch“ oder „homophob“ anzuheften.

Ein kurzer Vergleich soll die psychologische Wirkung des Begriffs „Nazitheoretiker“ verdeutlichen: Der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ hat im Rahmen von memetischen Prozessen (vgl.: Vortrag von Andreas Popp über Memetik: http://youtu.be/KCAPpUjYOQw) folgende Wirkung auf das Unterbewusstsein: Dort wird ein Verschwörungstheoretiker unbewusst als „Verschwörer mit einer Theorie“ wahrgenommen. Einen Beleg für diesen Zusammenhang findet man in den vielen Beispielen, wo jemand mit Bezug auf Verschwörungstheoretiker von einer „Verschwörungsszene“, einem „Verschwörungssumpf“ oder sogar von „Verschwörern“ redet. Solchen Umkehrungen kann man leicht unterliegen, wenn man sich der Manipulierbarkeit seines eigenen Gehirns nicht ständig bewusst ist. Eine ähnliche Wirkung hat auch der Begriff „Nazitheoretiker“, der im Unterbewusstsein als „Nazi mit einer Theorie“ ankommt.

Trotz der Ähnlichkeit der Begriffe gibt es aber einen wesentlichen Unterschied zwischen Verschwörungs- und Nazitheoretikern: Während Verschwörungstheoretiker versuchen, hinter die Vorhänge der veröffentlichten Meinung zu schauen und unlauteres Handeln auf rechtschaffene Weise aufzudecken, versuchen Nazitheoretiker – oft in Gestalt von Mainstream-Journalisten und Politikdarstellern unter Missbrauch ihrer Deutungshoheit – genau das zu verhindern und die Ermittler vorsätzlich mit der Nazikeule zu diffamieren. Ebenso wie Verschwörungstheoretiker keine Verschwörer sind, sind natürlich auch Nazitheoretiker keine Nazis, jedoch bedienen sie sich genau jener finsteren Propagandamethoden, wie es einst in dem dunklen Kapitel unserer Geschichte gang und gäbe war.

Die Wahrheit über

Verschwörungstheorien

Der Begriff der Verschwörungstheorie löst bei den meisten in der Öffentlichkeit stehenden Menschen und insbesondere bei Journalisten und Akademikern Angstgefühle und Beunruhigung aus. Seit den 1960er Jahren wurde diese Etikettierung zu einem Disziplinierungsmittel, das sich als überwältigend effektiv erwies, wenn es darum ging, zu verhindern, dass bestimmte Ereignisse untersucht oder kritisch hinterfragt wurden. Vor allem in den USA gilt es als schweres Gedankenverbrechen…

Wie entstehen Verschwörungstheorien? Wie werden sie verbreitet? Was genau sind ihre Ursachen? Und wie wirken sie?

Soziologie des Verschwörungsdenkens

Der Soziologe Andreas Anton, M.A., ist live zu Gast und beleuchtet das Zusammenspiel zwischen orthodoxen (anerkannten) und heterodoxen (nicht anerkannten) Überzeugungssystemen und den Prozess der gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit in modernen Gesellschaften. Verschwörungstheorien – überzogenes Misstrauen, kollektive Paranoia oder legitimes Mittel um irritierende Ereignisse und Prozesse zu verarbeiten?

In der Sendung präsentiert Andreas Anton ein neues (wissens-)soziologisches Modell verschwörungstheoretischen Denkens und erleutert dies anhand konkreter Beispiele, wie den unterschiedlichen Deutungen der Ereignisse des 11. September 2001 oder der öffentlichen Wahrnehmung des “UFO-Phänomens“. Verschwörungstheoretische Erklärungsmodelle gelten zumeist als falsches, illegitimes oder gar gefährliches Wissen. Andreas Anton sieht Verschwörungstheorien als eigenständige Formkategorie sozialen Wissens – unabhängig von ihrem tatsächlichen Wahrheitsgehalt.

Illustration: Matthias Töpfer www.bilderdaemmerung.de

Quelle und Dank an: cropfm.atFSchuster1

Verschwörungstheorien

Das Argument Verschwörungstheorie und sein CIA-Ursprung

Jeder kritische Mensch, der abseits der von den “Qualitätsmedien” und Politdarstellern vorgebenen Richtung, Themen, Ereignisse und anderes hinterfrägt, sich kritisch beispielsweise mit 9/11 und dem Zusammenbruch des Gebäudes WTC7 als drittes Hochhaus an diesem Tag beschäftigt, oder der sich im aktuellen Fall mit dem Ursprung des Islamic State beschäftigt oder auch Fragen zum CDC-Patent bzgl. Ebola stellt, landet unweigerlich in der Schublade des Verschwörungstheoretikers.

Als Verschwörungstheorie bezeichnet man nach Wikipedia

im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck. Der Begriff Verschwörungstheorie wird zumeist kritisch oder abwertend verwendet.

Doch woher kommt dieser Begriff Verschwörungstheorie bzw. warum ist das Stigma, dass jemand ein Verschwörungstheoretiker ist, gleichzusetzen mit dessen öffentlicher “Hinrichtung” als Spinner oder Weltfremder?

Interessanterweise kam der Begriff Verschwörungstheorie erstmals in den Medien nach Bekanntwerden des Warren Reports zur Ermordung John F. Kennedys auf, als man seitens der CIA Kritik(er) am Report und an der Kommission, die ihn erstellt hat, mit nachfolgendem Dokument mundtot machen wollte und sie erstmals in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stellte, in dem man regelrechte Tipps zum Ungang mit “unangenehmen Kritikern” und wie man diesen begegnen kann gab:

CIA Dokument #1035-960

Re: Betreffend der Kritik am Warren Report

1. Unser Anliegen. Seit dem Tag der Ermordung des Präsidenten Kennedys, gab es Spekulationen über die Verantwortung für den Mord. Obwohl diese eine Zeit lang ihren Ursprung im Bericht der Warren Kommission (der am Ende des Septembers 1964 erschien) haben, hatten nun verschiedene Autoren Zeit den veröffentlichten Bericht der Kommission und andere Unterlagen zu untersuchen, um neue Vorwände für eine Befragung zu finden, und es hat eine neue Welle von Büchern und Artikeln gegeben, die die Ergebnisse der Kommission kritisieren. In den meisten Fällen spekulieren die Kritiker über die Existenz einer Art Verschwörung, und oft implizieren sie dabei, dass die Kommission selbst beteiligt war. Vermutlich als Folge der zunehmenden Herausforderungen bzgl. des Berichts der Warren Kommission, hat eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage angedeutet, dass 46% der amerikanischen Öffentlichkeit nicht glaubt, dass Oswald allein gehandelt hat, während mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Kommission einige Fragen offen und ungelöst gelassen hat. Zweifellos zeigen Umfragen im Ausland ähnliche oder möglicherweise sogar weit unerwünschtere Ergebnisse.

2. Dieser Meinungstrend liegt nicht im Anliegen der US-Regierung, einschließlich unserer Organisation. Die Mitglieder der Warren Kommission wurden natürlich aufgrund ihrer Integrität, Erfahrung und Bekanntheit ausgewählt. Sie vertraten die beiden großen Parteien, und sie und ihre Mitarbeiter wurden bewusst aus allen Teilen des Landes ausgewählt. Allein aufgrund des Ansehens der Kommissare, sind die Bemühungen ihre Rechtschaffenheit und Weisheit anzufechten, als Zweifel an der ganzen Führung der amerikanischen Gesellschaft zu bewerten. Darüber hinaus scheint es eine zunehmende Tendenz zu geben, dass Präsident Johnson selbst, als diejenige Person, der man nachsagt davon profitiert zu haben, in gewisser Weise für das Attentat verantwortlich wäre.

In Anspielung auf die Ernsthaftigkeit, hat das nicht nur Effekte auf den betroffenen Einzelnen, sondern auch auf das ganze Ansehen der amerikanischen Regierung. Unsere Organisation ist dabei selbst direkt beteiligt: Neben anderen Fakten, haben wir Informationen zu der Untersuchung beigetragen. Verschwörungstheorien haben immer wieder unsere Organisation unter Verdacht, beispielsweise durch die fälschliche Behauptung, dass Lee Harvey Oswald für uns gearbeitet hat. Das Ziel dieser Ausführung ist es, Material bereit zu stellen, das dem entgegenwirkt, und die Behauptungen der Verschwörungstheoretiker zu diskreditieren, wie auch die Verbreitung solcher Behauptungen in anderen Ländern zu verhindern. Weitere Hintergrundinformationen werden in einem geheimen Abschnitt und in einer Reihe von nicht geheimen Anhängen geliefert.

3. Aktion. Wir empfehlen nicht, dass die Diskussion über die Frage der Ermordung eingeleitet wird, wenn sie nicht bereits stattfindet. Wo die Diskussion geführt wird, sollten bestimmte Ansprachen gemacht werden:

a. Wenn man die öffentliche Meinung (im englischen Original problem, Anm. d. Verf.) mit [?, unleserlich] und freundlich gestimmten elitären Kontakten (vor allem Politiker und Redakteure) diskutiert, weist man darauf hin, dass die Warren Kommission die Untersuchung so gründlich, wie menschlich möglich, vorgenommen hat, dass die Vorwürfe der Kritiker ohne ernsthafte Grundlage sind und dass eine weitere spekulative Diskussion nur in die Hände der Opposition spielt. Weisen Sie darauf hin, dass Teile der Verschwörungsgespräche scheinbar absichtlich von kommunistischen Propagandisten erzeugt werden. Fordern Sie sie auf, dass sie ihren Einfluss geltend machen, damit die unbegründete und unverantwortliche Spekulation entmutigt wird.

b. Nutzen Sie Propagandatechniken, um die Angriffe der Kritiker zu [negieren] und zu widerlegen. Buchbesprechungen und Reportagen sind für diesen Zweck besonders geeignet. Die nicht klassifizierten Anlagen zu diesen Leitlinien sollten nützliches Hintergrundmaterial für die Weitergabe von Techniken bieten. Als Teil unseres Vorgehens sollten wir darauf hinweisen, soweit zutreffend, dass die Kritiker (I) Theorien aufbauen, bevor die Beweise vorhanden sind, (II) politische Interessen haben, (III) finanzielle Interessen haben, (IV) hastig und ungenau in ihrer Forschung sind oder ( V) in ihre eigenen Theorien vernarrt sind. Im Zuge der Diskussionen über das ganze Phänomen der Kritik, kann eine sinnvolle Strategie sein, Epsteins Theorie des Angriffs herauszugreifen, in dem man den beiliegenden Fletcher [?] Artikel und den Spectator Bericht als Hintergundinformation nutzt. (Obwohl Mark Lanes Buch viel weniger überzeugend ist als das Epsteins und es schlecht wegkommt, wenn man von erfahrenen Kritikern konfrontiert wird, ist es auch viel schwieriger alles in Gänze zu beantworten, da man in einem Morast von nicht zusammengehörenden Details verloren geht.)

4. Findet im Privaten eine Mediendiskussionen statt, die sich nicht auf einen bestimmten Autor bezieht, oder wenn dort Publikationen angegriffen werden, die noch nicht weit verbreitet sind, sollten die folgenden Argumente nützlich sein:

a. Es sind keine wesentlichen neuen Beweise aufgetaucht, die die Kommission nicht geprüft hat. Das Attentat wird manchmal (z.B. durch Joachim Joesten und Bertrand Russell) mit der Dreyfus-Affäre verglichen; doch im Gegensatz zu diesem Fall, hat der Angriff auf die Warren Kommission keine neuen Beweise produziert, keine neuen Schuldigen überzeugend identifiziert, und es gibt keine Einigung unter den Kritikern. (Eine bessere Parallele, wenn auch eine unvollkommene, könnte zum Reichstagsbrand von 1933 gezogen werden, von der einige kompetente Historiker (Fritz Tobias, AJ.P. Taylor, DC Watt) jetzt annehmen, dass sie von Vander Lubbe auf eigene Initiative begangen wurde, ohne entweder für die Nazis oder für die Kommunisten zu agieren; die Nazis versuchten, die Schuld auf die Kommunisten zu schieben, aber letztere hatten mehr Erfolg die Welt davon zu überzeugen, dass die Nazis Schuld gewesen sind).

b. Kritiker überbewerten in der Regel bestimmte Dinge und ignorieren andere. Sie neigen dazu, mehr Gewicht den Erinnerungen der einzelnen Zeugen zu geben (die weniger zuverlässig und divergierend sind – und daher mehr Ansatzpunkte für die Kritik bieten) und weniger der Ballistik, Autopsie und fotografischen Beweisen. Eine genaue Untersuchung der Aufzeichnungen der Kommission wird normalerweise zeigen, dass die widersprüchlichen Zeugenaussagen aus dem Zusammenhang gerissen sind, oder von der Kommission aus gutem und ausreichendem Grund verworfen wurden.

c. Große behauptete Verschwörungen wären unmöglich in den Vereinigten Staaten zu verbergen, besonders seitdem Informanten damit rechnen können große Geldsummen usw. zu erhalten. Beachten Sie, dass Robert Kennedy, damaliger Generalstaatsanwalt und John F. Kennedys Bruder, der letzte Mann gewesen wäre der eine Verschwörung übersehen oder verborgen hätte. Und wie ein Rezensent darauf hinwies, hätte der Kongressabgeordneter Gerald R. Ford wohl kaum seine Stimme um der demokratischen Regierung Willen erhoben und Senator Russell hätte alles politische Interesse für ein Aufdecken eines Fehlverhaltens seitens des Chief Justice Warren gehabt. Ein Verschwörer hätte zudem kaum einen Ort für ein Attentat ausgewählt, wo so viel von Bedingungen abhing, die außerhalb seiner Kontrolle sind: die Strecke, die Geschwindigkeit der Autos, das bewegliches Ziel, das Risiko, dass der Attentäter entdeckt werden würde. Eine Gruppe von wohlhabenden Verschwörern hätte viel sicherere Bedingungen arrangiert können.

d. Kritiker werden oft durch eine Form von geistigem Stolz verleitet: sie setzen einige Theorien auf und verlieben sich in sie; sie haben auch die Kommission verspottet, weil sie nicht immer jede Frage mit einer einfachen Erklärung – auf die eine oder ander Art – beantwortete. Eigentlich war das Auftreten der Kommission und das ihrer Mitarbeiter ein ausgezeichneter Schutz dagegen sich gegenüber einer bestimmten Theorie zu verpflichten oder gegen die unerlaubte Transformation von Wahrscheinlichkeiten in Gewissheiten.

e. Oswald wäre für jeden vernünftigen Menschen keine Wahl als Mitverschwörer gewesen. Er war ein “Einzelgänger”, in Vieles verwickelt, von fragwürdiger Zuverlässigkeit und eine unbekannte Größe für jeden professionellen Geheimdienst.

f. Den Vorwürfen, dass der Bericht der Kommission ein schnell ausgeführter Auftrag war, ist zu entgegnen, dass er drei Monate nach dem ursprünglichen Termin herausgegeben wurde. In dem Maße wie die Kommission versuchte ihre Berichterstattung zu beschleunigen, war dies vor allem dem Druck unverantwortlicher Spekulationen geschuldet, die bereits auftraten. In einigen Fällen kam dieser von den gleichen Kritikern, die sich weigerten ihre Fehler zuzugeben und jetzt neue neue Kritik äußern.

d. Solche vagen Anschuldigungen, wie dass “mehr als zehn Personen auf mysteriöse Weise starben” kann immer irgendwie auf natürliche Weise erklärt werden, z.B.: die Betroffenen sind zum größten Teil eines natürlichen Todes gestorben; Mitarbeiter der Kommission befragten 418 Zeugen (das FBI befragte weit mehr Menschen, führte 25.000 Interviews und Re-Interviews), und in einer so großen Gruppe sind eine bestimmte Anzahl von Todesfällen zu erwarten. (Als Penn Jones, einer der Begründer der “zehn mysteriöse Todesfälle”-These, im Fernsehen auftrat, stellte sich heraus, dass zwei der Toten auf seiner Liste aufgrund von Herzinfarkten starben, einer wegen Krebs, einer bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Brücke, und einer als ein Fahrer gegen einen Brückenpfeiler auffuhr.)

5. Wenn möglich, zu Gegenspekulation unter Bezugnahme auf den Bericht der Kommission selbst ermutigen. Aufgeschlossene ausländische Leser sollten immer noch durch die Sorgfalt, Gründlichkeit, Objektivität und Geschwindigkeit mit der die Kommission arbeitete beeindruckt sein. Rezensenten anderer Bücher könnten ermutigt werden, dass sie die Idee in Betracht ziehen könnten und hinzufügen, dass sie, zurückblickend auf den Bericht selbst, diesen der Arbeit ihrer Kritiker für weit überlegen betrachten.

Das englische Original in Bild (Auszug) und Schrift:

CIA Document #1035-960

RE: Concerning Criticism of the Warren Report

1. Our Concern. From the day of President Kennedy’s assassination on, there has been speculation about the responsibility for his murder. Although this was stemmed for a time by the Warren Commission report, (which appeared at the end of September 1964), various writers have now had time to scan the Commission’s published report and documents for new pretexts for questioning, and there has been a new wave of books and articles criticizing the Commission’s findings. In most cases the critics have speculated as to the existence of some kind of conspiracy, and often they have implied that the Commission itself was involved. Presumably as a result of the increasing challenge to the Warren Commission’s report, a public opinion poll recently indicated that 46% of the American public did not think that Oswald acted alone, while more than half of those polled thought that the Commission had left some questions unresolved. Doubtless polls abroad would show similar, or possibly more adverse results.

2. This trend of opinion is a matter of concern to the U.S. government, including our organization. The members of the Warren Commission were naturally chosen for their integrity, experience and prominence. They represented both major parties, and they and their staff were deliberately drawn from all sections of the country. Just because of the standing of the Commissioners, efforts to impugn their rectitude and wisdom tend to cast doubt on the whole leadership of American society. Moreover, there seems to be an increasing tendency to hint that President Johnson himself, as the one person who might be said to have benefited, was in some way responsible for the assassination.

Innuendo of such seriousness affects not only the individual concerned, but also the whole reputation of the American government. Our organization itself is directly involved: among other facts, we contributed information to the investigation. Conspiracy theories have frequently thrown suspicion on our organization, for example by falsely alleging that Lee Harvey Oswald worked for us. The aim of this dispatch is to provide material countering and discrediting the claims of the conspiracy theorists, so as to inhibit the circulation of such claims in other countries. Background information is supplied in a classified section and in a number of unclassified attachments.

3. Action. We do not recommend that discussion of the assassination question be initiated where it is not already taking place. Where discussion is active [business] addresses are requested:

a. To discuss the publicity problem with [?] and friendly elite contacts (especially politicians and editors), pointing out that the Warren Commission made as thorough an investigation as humanly possible, that the charges of the critics are without serious foundation, and that further speculative discussion only plays into the hands of the opposition. Point out also that parts of the conspiracy talk appear to be deliberately generated by Communist propagandists. Urge them to use their influence to discourage unfounded and irresponsible speculation.

b. To employ propaganda assets to [negate] and refute the attacks of the critics. Book reviews and feature articles are particularly appropriate for this purpose. The unclassified attachments to this guidance should provide useful background material for passing to assets. Our ploy should point out, as applicable, that the critics are (I) wedded to theories adopted before the evidence was in, (I) politically interested, (III) financially interested, (IV) hasty and inaccurate in their research, or (V) infatuated with their own theories. In the course of discussions of the whole phenomenon of criticism, a useful strategy may be to single out Epstein’s theory for attack, using the attached Fletcher [?] article and Spectator piece for background. (Although Mark Lane’s book is much less convincing that Epstein’s and comes off badly where confronted by knowledgeable critics, it is also much more difficult to answer as a whole, as one becomes lost in a morass of unrelated details.)

4. In private to media discussions not directed at any particular writer, or in attacking publications which may be yet forthcoming, the following arguments should be useful:

a. No significant new evidence has emerged which the Commission did not consider. The assassination is sometimes compared (e.g., by Joachim Joesten and Bertrand Russell) with the Dreyfus case; however, unlike that case, the attack on the Warren Commission have produced no new evidence, no new culprits have been convincingly identified, and there is no agreement among the critics. (A better parallel, though an imperfect one, might be with the Reichstag fire of 1933, which some competent historians (Fritz Tobias, AJ.P. Taylor, D.C. Watt) now believe was set by Vander Lubbe on his own initiative, without acting for either Nazis or Communists; the Nazis tried to pin the blame on the Communists, but the latter have been more successful in convincing the world that the Nazis were to blame.)

b. Critics usually overvalue particular items and ignore others. They tend to place more emphasis on the recollections of individual witnesses (which are less reliable and more divergent–and hence offer more hand-holds for criticism) and less on ballistics, autopsy, and photographic evidence. A close examination of the Commission’s records will usually show that the conflicting eyewitness accounts are quoted out of context, or were discarded by the Commission for good and sufficient reason.

c. Conspiracy on the large scale often suggested would be impossible to conceal in the United States, esp. since informants could expect to receive large royalties, etc. Note that Robert Kennedy, Attorney General at the time and John F. Kennedy’s brother, would be the last man to overlook or conceal any conspiracy. And as one reviewer pointed out, Congressman Gerald R. Ford would hardly have held his tongue for the sake of the Democratic administration, and Senator Russell would have had every political interest in exposing any misdeeds on the part of Chief Justice Warren. A conspirator moreover would hardly choose a location for a shooting where so much depended on conditions beyond his control: the route, the speed of the cars, the moving target, the risk that the assassin would be discovered. A group of wealthy conspirators could have arranged much more secure conditions.

d. Critics have often been enticed by a form of intellectual pride: they light on some theory and fall in love with it; they also scoff at the Commission because it did not always answer every question with a flat decision one way or the other. Actually, the make-up of the Commission and its staff was an excellent safeguard against over-commitment to any one theory, or against the illicit transformation of probabilities into certainties.

e. Oswald would not have been any sensible person’s choice for a co-conspirator. He was a “loner,” mixed up, of questionable reliability and an unknown quantity to any professional intelligence service.

f. As to charges that the Commission’s report was a rush job, it emerged three months after the deadline originally set. But to the degree that the Commission tried to speed up its reporting, this was largely due to the pressure of irresponsible speculation already appearing, in some cases coming from the same critics who, refusing to admit their errors, are now putting out new criticisms.

g. Such vague accusations as that “more than ten people have died mysteriously” can always be explained in some natural way e.g.: the individuals concerned have for the most part died of natural causes; the Commission staff questioned 418 witnesses (the FBI interviewed far more people, conduction 25,000 interviews and re interviews), and in such a large group, a certain number of deaths are to be expected. (When Penn Jones, one of the originators of the “ten mysterious deaths” line, appeared on television, it emerged that two of the deaths on his list were from heart attacks, one from cancer, one was from a head-on collision on a bridge, and one occurred when a driver drifted into a bridge abutment.)

5. Where possible, counter speculation by encouraging reference to the Commission’s Report itself. Open-minded foreign readers should still be impressed by the care, thoroughness, objectivity and speed with which the Commission worked. Reviewers of other books might be encouraged to add to their account the idea that, checking back with the report itself, they found it far superior to the work of its critics.

CIA-Dokument

Soweit das CIA-Dokument aus dem Jahr 1968. Natürlich wurden die Techniken seit dieser Zeit verfeinert, psychologisch unterlegt und medial unterstützt. Doch zeigt es sehr gut, in wie weit man ungeliebte Fragen, Kritik und Kritiker in ein bestimmtes Licht stellen kann und somit deren Glaubwürdigkeit untergräbt.

Wer auch die erwähnten Anhänge (in englisch) lesen möchte, kann dies beispielsweise hier tun.

Quellen:
Wikipedia – Verschwörungstheorie
CIA DOCUMENT #1035-960 RE
CIA Document 1035-960 Concerning Criticism of the Warren Report

Quelle und Dank an: konjunktion.info