Die Nato und ihre Geheimarmeen – Vortrag von Dr. Daniele Ganser

daniele_ganser_nato_geheimarmeen_in_europa_01 Die Analyse von staatlich organisiertem Terror in den USA und in Europa ist noch wenig entwickelt. Um in diesem Bereich die Komplexität des Phänomens Terror darzustellen, durchleuchtet das Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich die Nato-Geheimarmeen, die auch Spezialisten internationaler Beziehungen kaum bekannt sind.

Am 3. August 1990 bestätigte der damalige Premierminister Italiens, Giulio Andreotti, die Existenz einer Nato-Geheimarmee vor einem mit der Untersuchung von Terroranschlägen beauftragten Ausschuss des italienischen Senates. In Italien, so sagte Andreotti, habe die Geheimarmee unter dem Decknamen «Gladio» (das Schwert) als verdeckte Unterabteilung des militärischen Geheimdienstes Sismi (Servizio per le Informazioni e la Sicurezza Militare) operiert. Die Senatoren, die zuvor nicht über die Geheimarmee informiert gewesen waren, übten scharfe Kritik, bezeichneten die Geheimarmee als möglicherweise illegal und verfassungswidrig und forderten einen schriftlichen Bericht. Diesen legte Andreotti am 18. Oktober 1990 vor und bestätigte, dass Gladio unter der Kontrolle des Sismi noch aktiv sei, dass die Central Intelligence Agency (CIA) die Gladio-Armee nach dem Zweiten Weltkrieg in Italien im Geheimen aufgebaut habe, dass ähnliche Strukturen in allen Ländern Westeuropas existierten und dass die Nato die Geheimarmeen koordiniere.

Staatskrise in Italien wegen Gladio
Diese Enthüllungen führten zu einer Staatskrise. Unter öffentlichen Protesten wurde die Gladio-Geheimarmee aufgelöst. Gewisse Militärs wie der ehemalige Direktor des Sismi, General Vito Miceli, fühlten sich verraten. Die Geheimarmeen, so Andreotti, wurden als Stay-behind-Netzwerk von der Nato für den Fall einer sowjetischen Invasion von Westeuropa aufgebaut. Die Stay-behind-Armeen verfügten über geheime Sprengstoff- und Waffenlager und hätten im Kriegsfall auf italienischem Territorium als antikommunistische Guerilla die Rote Armee bekämpfen sollen.

http://www.youtube.com/view_play_list?p=4FEA1CA565FD7C65Der Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser wurde einer breiteren kritischen Öffentlichkeit mit seiner Forschung zur NATO und ihren Geheimarmeen bekannt. Mitte September 2009 hielt Ganser einen Vortrag an der Uni Basel. Am 1. März 2008 hat der Orell Füssli Verlag das Buch “NATO Geheimarmeen in Europa” auf Deutsch publiziert. Das Buch liegt damit in 9 Sprachen vor. Daniele Ganser zeigt mit dieser Forschung, wie manipulierter Terror und verdeckte Kriegsführung im Kalten Krieg eingesetzt wurden, um politische Gegner zu diskreditieren und ein Klima der Angst zu schaffen.

Für die gegenwärtige Terrorismusforschung ist der Fall Gladio deshalb relevant, weil der Untersuchungsrichter Felice Casson, der die Zusammenhänge als Erster aufgedeckt hatte und Andreotti zu seinem Geständnis nötigte, in Italien die «Strategie der Spannung» an die Öffentlichkeit brachte. Aufgrund von Dokumenten des militärischen Geheimdienstes zur «Operation Gladio» konnte Casson beweisen, dass die Geheimarmee neben dem äusseren Feind, der sowjetischen Armee, auch einen inneren Feind bekämpfen musste: die starke Kommunistische Partei (PCI) und die kleinere Sozialistische Partei (PSI). Denn das Pentagon in Washington wie auch der italienische militärische Geheimdienst fürchteten, dass der Einzug der Kommunisten oder der Sozialisten in die italienische Regierung die Nato von innen heraus schwächen würde. weiterlesen… Die Nato und ihre Geheimarmeen – Vortrag von Dr. Daniele Ganser

Operation Gladio – Die Geheimarmeen der NATO haben Terroranschläge begangen

Die NATO hat zu Zeiten des Kalten Krieges so genannte Stay-Behind Organisationen unterhalten, die im Falle einer sowjetischen Invasion als Guerilla-Kämpfer und Saboteure in Erscheinung treten sollten. Da die Invasion niemals geschah, hat man sie anderweitig als Terroristen eingesetzt.

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Dr. Daniele Ganser im Schweizer Fernsehen. Themen: Geheimarmeen in Europa, Gladio, 9/11

danile-ganser In den USA, aber auch in der Schweiz und natürlich auch hier in Deutschland werden immer wieder bohrende Fragen gestellt zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 (9/11) und den dadurch ausgelösten Kriegen in Afghanistan und im Irak.

Im Irak-Krieg gehe es nicht um Terrorbekämpfung, sondern in erster Linie um die Kontrolle der weltweit abnehmenden Vorräte an Erdöl und Erdgas, ist der Amerikaner Fadel Gheit, ehemals Manager beim Erdölkonzern ExxonMobil, überzeugt.

Saddam Hussein, der gestürzte Diktator des Irak, trage entgegen den Behauptungen von Vizepräsident Dick Cheney keine Verantwortung für  9/11 und habe auch keine Atombombe angestrebt, protestiert Scott Ritter, ehemals Uno-Inspektor im Irak.

Uns werden eine Menge Lügen erzählt, und die
Medien folgen blind und wiederholen diese Lügen. Die Bush-Regierung hat die
Daten manipuliert, um die Invasion des Irak zu begründen.

http://video.google.com/videoplay?docid=-6859195527658392733 weiterlesen… Dr. Daniele Ganser im Schweizer Fernsehen. Themen: Geheimarmeen in Europa, Gladio, 9/11

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