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Freeman erzählt von seiner Iranreise

Neun Tage war er unterwegs in einem Iran, der in westlichen Medien lediglich als Zerrbild dargestellt wird. Heute Abend um 19 Uhr wird er im Verlaufe einer Radiosendung über seiner Erlebnisse und Erfahrungen berichten

Zu Gast ist der Betreiber von ‘Alles Schall und Rauch‘ dazu bei Volker Reusing und dessen Frau Sarah Luzia in deren Sendereihe ‘Macht und Menschenrechte’ auf Jungle Drum Radio. Beide betreiben gemeinsam die Seite ‘Unser Politikblock‘ und senden an jedem zweiten Donnerstag auf dem neuen Stream ihre neuesten Informationen um die Welt. Von ihnen stammt auch der folgende Ankündigungstext:

03.01.2013 | Unser Politikblog

Heute zu Gast sind unserer Sendung sind Freeman von Alles Schall und Rauch und Herrn Jorge Nuño Mayer, der Generalsekretär von Caritas Europaauf Jungle Drum Radio

Heute Abend um 19 Uhr wird Freeman (Alles Schall und Rauch) über seine neuntägige Reise durch den Iran berichten, über die Situation und über die Menschen im Iran. Was ist der Iran eigentlich für ein Land? Haben wir eine richtige Vorstellung vom Iran? Wie wirken sich die Wirtschaftssanktionen auf den Alltag und die Versorgung aus? Wie frei sind Printmedien und Fernsehsender im Iran wirklich? Wie leben die Frauen im Iran heute?

Außerdem war er im Dezember 2012 im Ruhrgebiet. Im Vergleich zu einem früheren Besuch ist die Armut dort aus seiner Sicht als Schweizer deutlich gestiegen. Er wird uns berichten, was er im Ruhrgebiet erlebt hat. Und es geht auch darum, wie ein wirklich brauchbares Maß Armut aussehen könnte. Die im offiziellen Armutsbericht stets fokussierte relative Armut gibt Auskunft über die Einkommensunterschiede, sagt aber noch nichts darüber aus, welche Bedürfnisse sich die ärmsten noch erfüllen können, ob sie hungern, ein Dach über dem Kopf, medizinisch versorgt sind. Die absolute Armut nach der Definition der Weltbank (nicht mehr als 1,25 $ pro Tag) passt nur auf Länder mit sehr niedrigen Lebenshaltungskosten; daran gemessen gäbe es in Deutschland keine absolute Armut. Tatsächlich gibt es aber auch in Deutschland Menschen, die zur Tafel gehen müssen, um sich ihre Medikamentenzuzahlungen leisten zu können.

Das ursprünglich für den 06.12.2012 geplante Interview mit dem Generalsekretär von Caritas Europa zur humanitären Lage in Spanien wurde inzwischen aufgezeichnet. Wir freuen uns, dass Herr Jorge Nuño Mayer, der Generalsekretär von Caritas Europa, dem europäischen Dachverband von 49 nationalen Caritas-Organisationen in Europa, so kurz vor Weihnachten Zeit gefunden hat für das Interview für Unser Politikblog sowie als Aufzeichnung für die Sendung „Macht und Menschenrechte“ auf Radio Jungle Drum.

Anlass des Interviews ist eine Studie von Caritas Spanien über die verheerende Armut und die humanitäre Lage in dem Land. Anders als in Griechenland und Irland konnten wir das Ausmaß des Sozialabbaus und des Hungers in Spanien bisher noch nicht an konkreten Auflagen der Troika oder aus dem Defizitverfahren des Stabilitäts- und Wachstumspaktes festmachen. Hunderttausende Menschen sind in Spanien von Lebensmittelhilfen abhängig. Kinder fallen wie in Griechenland im Unterricht vor Hunger um. Langzeitarbeitslose erhalten gar keine Leistungen zum Lebensunterhalt mehr. Die Unteilbarkeit der Menschenrechte wird missachtet, als ob das Eigentum der Gläubiger höher stünde als die sozialen Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und Wohnung. Caritas Spanien informiert gerne, wie man helfen kann, die Not zu lindern.

Zum Reinhören:

Quelle und Dank an: denkbonusunser-politikblog