Bohemian Grove – Mysteriöses Sommercamp für die Weltelite

[singlepic id=1253 w=200 h=150 float=left]Präsidenten und Minister, CEOs und Milliardäre, versammelt unter Jahrhunderte alten Mammutbäumen in den Wäldern Kaliforniens, zum Teil in schwarzen Roben, unverständliche Sprüche murmelnd, ein riesiges Feuer entzündend. Natürlich streng geheim. Die Öffentlichkeit wird fern gehalten. Der Presse ist der Zutritt ebenso verboten wie den Mitgliedern das Fotografieren. Ein Hirngespinst? Keineswegs. Jedes Jahr im Juli treffen sich einflussreiche Persönlichkeiten, Mitglieder des „Bohemian Club“, in einem Privatwald nördlich von San Francisco. Und was ist der Zweck? Sommerliche Entspannung, geheime Absprachen oder Okkultismus?

Über Jahrzehnte blieben die Treffen der Bilderberger-Gruppe, der Trilateralen Kommission oder des Council on Foreign Relations der Öffentlichkeit verborgen. Mittlerweile betreiben die genannten Organisationen eigene Webseiten, auf denen – gewisse – Informationen einsehbar sind. Der Bohemian Club bietet diese Transparenz keineswegs. Gut, während die vorgenannten Organisationen zu Konferenzen laden, trifft man sich im „Böhmischen Hain“, auf englisch „Bohemian Grove“ genannt, zur sommerlichen Entspannung, auch wenn eine lokale Zeitung aus Santa Rosa, ein Ort, der vielleicht 50 km vom Geschehen entfernt liegt, darüber berichtet, dass Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Rede halten wird. Wie sieht es mit Präsident Obama aus? Ist er einer der rund 2.000 Mitglieder? Es findet sich kein Wort darüber. In der englischen Ausgabe von Wikipedia, in der ausführlich über den Bohemian Grove berichtet wird, lässt sich allerdings nachlesen, dass seit 1923 jeder republikanische Präsident sowie einige aus dem Lager der Demokraten dem exklusiven Club angehörten.

Gegründet wurde die Vereinigung bereits im Jahr 1872. 1.100 ha Land, vorwiegend mit uralten Mammutbäumen bewachsen, stehen zur Verfügung. Die Unterkünfte sind nach Interessensgruppen getrennt. Größter Versammlungsort ist ein Amphitheater, das rund 2.000 Menschen Platz bietet. Zugelassen sind ausschließlich Männer, was auch auf die Angestellten zutrifft.

Von der seriösen Erwähnung bei Wikipedia abgesehen, finden sich fast ausschließlich hoch spekulative Berichte über dieses streng geheim gehaltene Treffen. Wen wundert es? Teil der abgehaltenen Zeremonien ist schließlich die „Einäscherung der Obhut“ (Cremation of Care), das symbolische Verbrennen eines Körpers.

Vor zwei Tagen hat die New York Times, als einzige namhafte Zeitung der Vereinigten Staaten, über das Treffen berichtet. In dem Artikel wird dabei ausdrücklich auf das „symbolische“ Verbrennen verwiesen. Schließlich kursieren Gerüchte – was bei derartiger Geheimhaltung grundsätzlich zu erwarten ist – dass es sich bei den Versammlungen um einen Teufelskult handelt, bei dem Menschenopfer dargebracht werden.

Alex Jones, der berüchtigte Aufdeckungsjournalist, der, neben durchaus interessanten Berichten, es allerdings sehr oft gewaltig übertreibt, hat sich die Mühe gemacht, einen fast zweistündigen Bericht darüber anzufertigen. Wer Lust auf Unterhaltung hat, findet diesen bei Google-Video, natürlich auf englisch.

Das folgende Video aus dem Jahr 1981 stammt von einem Nachrichtensender und vermittelt ein objektiveres Bild der Geschehnisse:

Ein Leitmotto der Zusammenkünfte lautet übrigens: „Webende Spinnen, kommt nicht her!“, wodurch ausgedrückt werden soll, dass geschäftliche Absprachen unerwünscht sind. Allerdings, wenn sich Milliardäre, Bankdirektoren und Spitzenpolitiker gemütlich und ungezwungen im Freien zusammen setzen, schlemmern, bechern und ohne Scheu an den nächsten Baum pinkeln, so kann man sich natürlich auch vorstellen, dass das eine oder andere Thema aufgegriffen wird. Immerhin erstreckt sich das Treffen über zwei Wochen. Auch wird mit Stolz daran erinnert, so wird zumindest behauptet, dass die Entwicklung der Atombombe, das „Manhattan Project“, 1942 in Monte Rio seine Anfänge gefunden hätte.

Wer übrigens auf Google Maps suchen möchte, kann folgende Adresse ins Suchfeld kopieren:

20601 Bohemian Avenue, Monte Rio, California

Der exakte Ort ist sogar als “Bohemian Grove” gekennzeichnet. Die Kameras von Street View haben allerdings noch keine Bilder eingefangen. Und die Auflösung der Satellitenaufnahme lässt bloß Baumspitzen erkennen.

Wer daran interessiert sein könnte, selbst Mitglied zu werden, muss nicht nur darauf warten, von einem bestehenden Mitglied empfohlen zu werden, auch wird der soziale Hintergrund, Position, Verbindungen und Vermögen natürlich gründlich überprüft. Angeblich soll es bis zu 20 Jahre dauern, bis Anträgen auf Mitgliedschaft stattgegeben wird.

Quelle und Dank an: Konrad Hausner -The Intelligence.de,



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