Trotz aller “Sonnenschein-” und “Schönwetterprognosen”, die sich derzeit in den Medien tummeln, ist die Lage weltweit – auch in China, Indien, Brasilien und Russland – ziemlich angespannt. Denn, nach wie vor gibt es keine Exit-Strategie, es sind nach wie vor die meisten Staaten von den USA bzw. dem US-Dollar abhängig und in vielen Staaten ist die Situation ausichtslos.
Geht es Richtung Weihnachten, ziehen die Umsätze und damit auch die Produktionen an. Dieses Fest lässt sich die christliche Welt nicht verderben! … Weihnachtsaufschwung!
Doch schauen wir einmal genauer hin und heben den Teppich ein wenig hoch, dann merken wir recht schnell: “Junge, das kann sich alles nie und nimmer ausgehen!” Scheiss Situation, nicht wahr?
Und immer wieder muss ich auch darauf hinweisen, dass die grösste Gefahr aus den USA kommt. Aus einem Land, dessen Wirtschaftsproduktivität zu 40% in der Wall Street geleistet wird. Das heisst, dort werden nicht Waren erzeugt oder Dienstleistungen geleistet, sondern es wird spekuliert und gezockt … in der Fachsprache nennt man dies: investieren! Man muss sich das erst einmal vorstellen, eine Handvoll Banken “erarbeiten” rund 40% der Wirtschaftsleistung eines gesamten Staates. Eigentlich der helle Wahnsinn, der nur solange funktionieren kann, solange Geld erschaffen werden … Aber was dann?
Dazu kommt, dass all diese Finanzinstrumente, die einerseits besonders begehrt sind, weil sie enorme Renditen bieten, andererseits aber dazu beigetragen haben, dass plötzlich verdammt viel Milliarden vom Staat, das heisst Volksvermögen, benötigt wurden um überhaupt zu überleben, jetzt wieder in gigantischem Ausmass kursieren. Nur jetzt tragen sie andere Namen, denn ein klein wenig Kreativität muss man den Bankern schon zutrauen.
Selbst abgebrühte Investoren, die in der Vergangenheit Milliarden verdienten, warnen der irrealen und masslos überzogenen US-Dollar-Politik. Die Flucht aus dem Dollar hat schon begonnen, wenngleich auch zögerlich. Das ist ein untrügliches Alarmsignal!
Wie lange, fragen sich Experten, können die Amerikaner gemeinsam mit den Briten den Goldpeis noch drücken? … und die Zinsen nieder halten? Denn wenn der Goldpreis steigt, und der klopft jetzt schon an die 1.100er Marke, sollten allmählich auch wieder die Zinsen zu steigen beginnen. Der amerikanische Gold-Guru Jim Sinclair gibt dem US-Dollar gerade noch 85 Tage!
Ich denke, wir befinden uns am Beginn eines furiosen Finales des dritten, aber nicht des letzten Aktes. Obwohl, ein Vergleich mit Wagners Ring der Nibelungen ist durchaus zulässig. Doch wer spielt die Rolle des Wotan? Barack Obama oder Ben Bernanke?
Kann uns das immer aufdringlichere Weihnachtsspekakel ablenken? Beginnt jetzt wieder die Rallye zwischen Glühweinständen, Adventmärkten und Kaufhäusern? Oder drehen sie uns noch vor Weihnachten das Licht ab? Sie, die Eliten, vor allem jene, die in den grossen Bankhäusern der Wall Street sitzen, werden uns Weihnachten wohl noch gönnen. Denn sie verdienen an unserem Konsumrausch und das werden sie sich sicher nicht entgehen lassen. Vielleicht ist es auch für sie das letzte Mal …
Die Götterdämmerung hat begonnen, doch nur wenige wissen das. Ferunde, jetzt ist noch Zeit, sich mit Gold und Silber einzudecken. Wenn die Masse draufkommt, wird es verdammt teuer!



