SPD Talfahrt

Wenn man der Wöchentlichen Forsa Umfrage sein Vertrauen schenken will, dann ist die Talfahrt der SPD vorerst gestoppt.
Tatsächlich konnte die SPD laut dieser Umfrage sogar 1% Punkt gewinnen und steht jetzt mit 23 % da.

Die CDU bleibt bei 36%, während sich die FDP und die Linken mit jeweils 13% den dritten Platz in der Wählergunst teilen.

Bleiben noch die Grünen, die demnach von jedem zehnten Wähler gewählt werden würden.

Vermutlich ist der Tiefpunkt in der Wählergunst für die SPD und die Grünen aber noch lange nicht erreicht.

Insbesondere die Verantwortlichen bei der SPD sorgen selber am meisten dafür, dass der letzte Rest an Glaubwürdig verloren geht.

Für jemanden der aus einer Familie stammt, wo schon aus lauter Tradition die SPD gewählt wird, bleibt einen nichts anderes als die Hände übern Kopf zusammen zu schlagen.

Wenn man sieht wie Andrea Ypsilanti direkt nach der Wahl mit ihrer mathematischen Inkompetenz auch noch auf große Deutschland Talkshow Tour geht.

Jedem Schüler aus der dritten Klasse hätte man Nachhilfeunterricht nahegelegt, wenn er eine tatsächliche Mehrheit nicht differenziert genug von Zugewinnen und Verlusten unterscheiden könnte.

Es passt dann natürlich auch sehr gut ins Bild, dass der SPD Vorsitzende Kurt Beck nicht energisch genug ins Geschehen eingreift und Andrea Ypsilanti die SPD in eine Ihrer tiefsten Krisen fahren lässt.

Nicht das irgendwas dagegen spricht, dass die SPD in einer Koalition mit den Grünen in einer durch die Linken tolerierten Minderheitsregierung die Macht in Hessen übernehmen will.
Zumal den meisten Abgeordneten der SPD das Programm der Linken doch manchmal näher als das eigene scheint.

Die Tatsache den Wähler in die Hand versprochen zu haben, auf keinen Fall mit den Linken gemeinsame Sache zu machen und dann nach der Wahl sich nicht mehr an solche Aussagen erinnern zu können.

Welchen Wert, wie viel Vertrauen und von welcher Glaubwürdigkeit können wir sprechen, wenn Andrea Ypsilanti mit der Brechstange in der Hand auf den Ministerpräsidenten Stuhl in Hessen will.

Auch die Tatsache Dagmar Metzger als Abweichlerin ins Rampenlicht zu stellen zeugt nicht von der besonderen Klasse, die Andrea Ypsilanti an den Tag legt.

So ist es doch eher so, dass viele der ehemaligen SPD Wähler insbesondere die Tugenden von Dagmar Metzger, so schmerzlich an den anderen Abgeordneten der SPD vermissen.

Zu sein Wort zu stehen, auch wenn es bedeutet aus der Opposition heraus zu regieren, ist bedeutend mehr wert, als für ein bisschen mehr an Macht seine Grundsätze über Bord zu schmeißen.

Die Vorstellung einer möglichen Kanzlerkandidatur von Kurt Beck hingegen ist derzeit nur als reine Satire zu betrachten.

Weder Kurt Beck, noch die derzeitige SPD in ihrer jetzigen Konstellation, kann man ernsthaft als Alternative zu Angela Merkel und der CDU betrachten.

Nichts liegt mir näher als die SPD, aber bei aller Tradition.

Welches vernünftige Argument spricht noch für die SPD und was kann man reinen Gewissens noch für die SPD aufführen.

Mein Tischtennis Verein und der Turnverein in meinem Stadtteil haben jeweils Vorsitzende die deutlich mehr an Führungsstill an den Tag legen.

Hamburg 15.8.2008 Jan Karl-Heinz Bihy



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